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Kollaborative Roboter in der Labordiagnostik
Ein „Kollege“ für all die lästige Routinearbeit

Ein Gastbeitrag von Antonia Winkler Kommunikation, Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme 5 min Lesedauer

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Roboter und Mensch, gemeinsam im Diagnostiklabor. Ein Projekt am Fraunhofer Institut für Mikrotechnik und Mikrosysteme zeigt, wie die Kombination aus Cobots und Point-of-care-Systemen den Laboralltag effizienter und flexibler gestalten kann.

Abb.1: Automatisierte Probenvorbereitung und Probenhandling. Hier: Überführen der Probe in den mikrofluidischen Testchip(Bild:  Fraunhofer IMM)
Abb.1: Automatisierte Probenvorbereitung und Probenhandling. Hier: Überführen der Probe in den mikrofluidischen Testchip
(Bild: Fraunhofer IMM)

Die Labordiagnostik ist entscheidend, wenn es darum geht, wie Ärzte Krankheiten diagnostizieren und anschließend therapieren. Momentan erfüllen vor allem Labordienstleister oder – auf ärztliche Anweisung – klinische Zentrallabore diese wichtige Aufgabe. Wie bedeutend die Labordiagnostik für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist, hat sich insbesondere während der Covid-19-Pandemie gezeigt. Dort wurde auch deutlich, dass die vorhandene Infrastruktur schnell am Limit sein kann.

Aktuell ist glücklicherweise keine vergleichbare Pandemie absehbar. Dennoch sollten sich Diagnostiklabore weiter für die Zukunft rüsten. Schließlich wird der fortschreitende Wandel von einer „reagierenden“ hin zu einer präventiven Medizin die Labore mancherorts an die Grenzen bringen, vor allem aufgrund eines immer weiter steigenden Probenaufkommens. In diesem Zusammenhang werden Labore zusätzliche Ressourcen benötigen, um Proben zu transportieren sowie Befunde zu erstellen und zu ermitteln. Dabei sind viele Labore bereits heute bis ans Limit mit Aufträgen ausgelastet und sind mit einem akuten Mangel an Fachpersonal konfrontiert, der in absehbarer Zeit nicht oder nur langsam aufzuholen ist.