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Microarrays Flexibles Verfahren zum Spotten von Microarrays

Redakteur: Olaf Spörkel

Am Fraunhofer IPA wurde ein neues Verfahren zum direkten Spotten von Microarrays entwickelt.

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Am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem direkt aus gängigen Mikrotiterplatten (MTP) gespottet werden kann. Das Verfahren nutzt einen sehr kurzen Druckluftimpuls, um das zu druckende Medium aus dem Reaktionsgefäß einer MTP direkt auf den Glasobjektträger zu bringen. Die Wellböden der Multiwellplatte sind mit dünnen Bohrungen versehen, sodass der Kapillardruck in der Bohrung größer ist als der Druck durch den Flüssigkeitspegel im Well. So wird nach Aussage der Forscher ein unbeabsichtigtes Auslaufen verhindert. Über den Druckimpuls lässt sich eine Dosiereinheit aus dem Well entnehmen, deren Volumen über die Anzahl der Tropfen und die Impulsdauer gesteuert werden kann.

Microarray-Spotter - schnell, günstig, flexibel

Aufgrund der geringen Herstellungskosten kann auch die Multiwellplatte als Einmalprodukt eingesetzt werden. Querkontamination kann ausgeschlossen werden, da der Stempel mit der Flüssigkeit im Well nicht in Berührung kommt. Des Weiteren ist es möglich, die MTP durch eine luftdurchlässige Membran, welche nur den Druckimpuls überträgt, nach oben hin zu verschließen. Totvolumina sind nicht vorhanden, weil die Multiwellplatte komplett leer gedruckt werden kann. Ein Druckvorgang benötigt je nach dem zu druckendem Volumen nur einige Millisekunden.

Die zu untersuchenden Reaktionen können direkt in der Multiwellplatte stattfinden, aus der später auch gedruckt wird. Durch die wegfallende Prozessierung und Handhabung der Proben von einem Gefäß in ein neues, sollen Gefahren der Verunreinigung der Probe minimiert werden.

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