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„Autobio“: Biotechnische Prozesse automatisieren
Bioverfahrensprozesse gelten als nachhaltig und ressourcenschonend. Nach Einschätzung von Experten soll in 20 Jahren etwa ein Drittel der weltweiten Produktion aus biotechnologischen Prozessen entstehen, darunter etwa Pharmazeutika, Biokatalysatoren sowie Grund- und Spezialchemikalien. Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF unterstützt diese Entwicklung innerhalb des Rahmenkonzepts „Forschung an der Produktion von morgen“ mit dem Verbundprojekt „Autobio“. Das Konsortium besteht aus fünf mittelständischen Unternehmen sowie Forschern der TU Berlin, die Möglichkeiten der Automatisierung von Bioprozessen erforschen. Ziel ist es, Entwicklungszeiten für Bioverfahrensprozesse, die heute noch etwa fünf bis acht Jahre in Anspruch nehmen, teilweise zu automatisieren. Durch interdisziplinäre Ansätze zwischen der Biotechnologie, der Informatik sowie der Verfahrens- und Elektrotechnik streben die Beteiligten an, bisher manuelle Arbeitsschritte der Entwicklung auf Roboterplattformen zu übertragen. Autobio wird noch bis zum Jahr 2015 vom Bundesforschungsministerium mit insgesamt 2,2 Millionen Euro gefördert. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 3,7 Millionen Euro.
Automatisierung nach Maß
Automatisierte Laborprozesse bieten zahlreiche Vorteile, können jedoch je nach Anforderungsprofil und Größe der Labors auch kostenintensive Umstellungen erfordern. Kostenbewusste Laborbetreiber, die eine Schritt-für-Schritt-Automatisierung planen, könnten von modular aufgebauten Systemen profitieren, die sich bedarfsweise erweitern lassen. Für eine möglichst zukunftssichere Ausstattung sollten die Module den aktuellen internationalen Standards entsprechen sowie über standardisierte Schnittstellen verfügen.
Ausblick
Die Laborautomation erfordert die Integration unterschiedlichster Anbieter von Soft- und Hardware. Die Kunst liegt heute nicht mehr in der Datengewinnung, sondern in der Frage, wie die immensen Mengen an Informationen sinnvoll genutzt werden können. Auf der ACHEMA 2015 finden Anwender, Anbieter und Dienstleister die richtige Plattform, um sich über diese Herausforderungen auszutauschen.
* Dieser Trendbericht wurde von internationalen Fachjournalisten im Auftrag der Dechema zusammengestellt.
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