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Chromatographie mit überkritischen Fluiden
Kann die SFC als grüne Technik die HPLC verdrängen?

Ein Gastbeitrag von Nils Garnebode, Shimadzu 6 min Lesedauer

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Oft wird sie als die neue Trendtechnik in der analytischen Chemie beschrieben, doch welche Vorteile bringt die Chromatographie mit überkritischen Fluiden für den Anwender konkret? Und ist die Supercritical Fluid Chromatography, kurz SFC in der Lage, die wohletablierten HPLC-Systeme in den Laboren vollständig zu ersetzen?

Kohlendioxid hat sich als das typische überkritische Fluid in der SFC etabliert, denn es ist leicht verfügbar, ungiftig und kostengünstig.(Bild:  ©Scanrail - stock.adobe.com)
Kohlendioxid hat sich als das typische überkritische Fluid in der SFC etabliert, denn es ist leicht verfügbar, ungiftig und kostengünstig.
(Bild: ©Scanrail - stock.adobe.com)

Es ist das Jahr 2009. Die weltweite Wirtschaftskrise hat auch die Kunststoffindustrie erfasst. Durch die geringeren Produktionsmengen steigen die Preise für das beliebteste HPLC-Lösungsmittel Acetonitril so drastisch an, dass vehement nach Alternativen gesucht wird. Die naheliegende Lösung wäre ein Methodentransfer auf die Verwendung von Methanol, doch sowohl die physiko-chemischen Eigenschaften als auch die Toxikologie machen den Umstieg auf Methanol nicht reibungslos möglich. Eine Alternative verspricht eine Technik, die bereits in den 1950er Jahren erstmals beschrieben wurde, jedoch oft als „science fiction chromatography“ abgetan wurde: die SFC, die richtigerweise für „Supercritical Fluid Chromatography“ steht.

Chromatographie mit überkritischen Fluiden: Grundlagen der SFC

Nach welchem Prinzip funktioniert die Supercritical Fluid Chromatography?