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Zellanalyse

Modifizierte Oberflächen optimieren Zellanalyse

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In vitro hat die Beschichtung der Zellkulturoberfläche mit Fibronektin einen positiven Einfluss auf die Kultivierung von BHK, CHO, Fibroblasten, Neuronen, glatten Muskelzellen, endothelialen und bestimmten epithelialen Zellen.

Laminin ist ein Hauptbestandteil der Basalmembran. Ähnlich Fibronektin, vermittelt es die Bindung der Zellen an die extrazelluläre Matrix. Laminin-beschichtete Zellkulturgefäße werden häufig für die Expansion neuronaler Zellen und Chemotaxisstudien verwendet.

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Die Beschichtung mit Kollagen, dem Faserprotein der extrazellulären Matrix, initiiert eine Rezeptor-Ligand-Bindung mittels der entsprechenden Kollagenrezeptoren auf der Zelloberfläche. Diese Reaktion führt zu einer Optimierung der Adhäsion und Proliferation von Hepathozyten, Muskel-, endothelialen und PC12-Zellen.

Nachempfindung der ECM mittels physikalisch-chemischer Methoden

Eine neue Entwicklung von Greiner Bio-One stellt die Nachempfindung der extrazellulären Matrix mittels physikalischer oder chemischer Methoden dar. Vorteil dieser Modifikation des Kunststoffes ist die gleichbleibend hohe Produktqualität aufgrund der Reproduzierbarkeit des Verfahrens. Im Vergleich zu biologisch beschichteten Oberflächen, weisen diese Produkte eine deutlich längere Haltbarkeit auf. Transport und Lagerung bei Raumtemperatur erleichtern darüber hinaus die Handhabung.

Für die Kultivierung besonders anspruchsvoller Zellen wie Primärzellen, sensitiven Zellkulturlinien oder Zellen unter limitierenden Wachstumsbedingungen (Serum-reduziert bzw. Serum-frei), bietet Greiner Bio-One die Polymermodifikation Advanced TC an. Hierbei wird die Oberfläche der Zellkulturprodukte so verändert, dass Funktion und Eigenschaft der Zellen positiv beeinflusst werden. Durch eine verbesserte Adhäsion und eine vermehrte Proliferation lässt sich die Expansion und Zellausbeute steigern. Die gleichmäßige Zellanheftung führt zu einem homogenen Zellwachstum, geringerem Verlust von Zellen beispielsweise durch Scherkräfte bei Wasch- und Pipettierschritten und daher zu konsistenteren Versuchsergebnissen. Gleichzeitig übt die Oberflächenfunktionalisierung einen positiven Einfluss auf die Morphologie der Zellen aus. Diese entspricht der in-vivo-Struktur innerhalb des Gewebeverbands und bleibt auch nach Beanspruchung der Zellen durch Transfektions- oder Transduktionsprozesse erhalten. Des Weiteren zeigen transfizierte Zellen auf diesen Oberflächen eine erhöhte Transgenaktivität.

Positiver Einfluss auf die Funktionalität der Zellen

Zusammenfassend führt die Optimierung der Wachstumsoberfläche zu einer verbesserten Konsistenz der Analyseverfahren, geringeren Schwankungsbreiten innerhalb der Verfahren und einem positiven Einfluss auf die Funktionalität der Zellen.

*Dr. L. Marchetti, Greiner Bio-One, 72636 Frickenhausen

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