Versteckte Kristalldefekte (Wissenschaftsbild des Tages)
Wissenschaftler der University of Liverpool haben eine neue Analyse der Kristallverformung in Olivin durchgeführt, dem häufigsten Mineral in den oberen 400 Kilometern der Erde. Die Forscher erweiterten dabei das Wissen über Kristalldefekte.
Bei Olivin sind vor allem zwei Hauptrichtungen bedeutsam, in denen sich Versetzungen im Kristallgitter bewegen. Eine dritte Richtung ist möglich, galt aber allgemein als selten und relativ unwichtig.
Mittels Elektronenrückstreubeugung (Electron Backscatter Diffraction, EBSD) zeigten die Forscher nun, dass ein erheblicher Anteil der untersuchten Kristalle – etwa 17 Prozent – Anzeichen für eine Verformung aufwies, die diese bisher übersehenen Versetzungen in der dritten Richtung betraf.
Gezeigt ist die Karte der farbkodierten Kristallorientierung in Olivin aus elektronenmikroskopischer Charakterisierung. Graduelle Farbvariationen zeigen das Vorhandensein von Versetzungen.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 17.2.2026 (Bild: University of Liverpool)

