Edman-Sequencer Qualitätskontrolle von Arzneistoffen durch Edman-Abbau
Shimadzu führt die beiden Edman-Sequencer-Modelle PPSQ 30A/33A in Europa ein. Vorteil des Edman-Abbaus ist die Robustheit und Zuverlässigkeit der Methode.
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Der Edman-Abbau ist eine von Pehr Edman entwickelte und seit langem etablierte Methode, bei der vom N-terminus eines Proteins sequenziell eine Aminosäure abgespalten, derivatisiert und mittels HPLC-Trennung die Retentionszeit bestimmt wird. Durch einen Vergleich der Retentionszeiten mit jenen von Standard-Aminosäuren kann somit die N-terminale Sequenz erfasst werden. Obwohl in den letzten Jahren die Identifizierung von Proteinen durch Edman-Abbau durch verschiedene massenspektrometrische Methoden ersetzt wurde, hat diese Technik noch immer ihren Nutzen. Immer mehr Medikamente im Entwicklungsstadium sind proteinbasiert und genau hier ist es für die Qualitätskontrolle notwendig, den N-terminus genau zu erfassen. Trotz langer Analysezeiten lässt sich die Methode zuverlässig, robust und mit einfacher Interpretation betreiben. Darüber hinaus kann man mit dem Edman-Abbau auch isobare Aminosäuren wie Isoleucin oder Leucin, die die gleiche Masse aber eine unterschiedliche Struktur aufweisen, eindeutig unterscheiden. Eventuell vorliegende Verunreinigungen können mit der Edman-Sequenzierung besser bestimmt und quantifiziert werden. Die Identifizierung von Proteinen, die nicht in Datenbanken erfasst sind, lässt sich bei der Edman-Sequenzierung auch sehr gut durchführen. Die PPSQ-Serie arbeitet mit einer isokratischen Trennung, was zu einer hohen Reproduzierbarkeit führt. Die Betriebskosten sind deutlich günstiger, da HPLC-Lösungsmittel recycelt und benötigte Reagenzien von Wako Chemicals europaweit bezogen werden können.
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