Punktabsaugung Absaugung auf den Punkt genau
Bei vielen Arbeitsprozessen entstehen Schadstoffe, die aus dem Aufenthaltsbereich der Mitarbeiter entfernt werden müssen. Die Gefahr besteht häufig darin, dass solche Schadstoffe weder als Staub noch als Geruch richtig wahrgenommen werden.
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„Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ sagt der Volksmund. Die wurden aufgefegt und „entsorgt“. Dass daneben auch noch feinster Staub entsteht oder irgendwelche Gerüche, hat man früher einfach so hingenommen. Man musste halt mal Staub wischen oder Lüften. Heute wissen wir, dass beim vielen Arbeitsprozessen Schadstoffe entstehen, die aus dem Arbeitsbereich entfernt werden müssen. Auch und gerade wenn wir sie weder als Staub noch als Geruch richtig wahrnemen.
Schadstoffe, verursacht aus den verschiedensten Gründen, verharren nicht am Ort ihres Entstehens, sondern breiten sich durch vorhandene Luftbewegungen im gesamten zur Verfügung stehenden Raum aus. Damit werden sie für Mensch und Material in dieser Umgebung zur Gefahr. Raumluft-Ent- und -Belüftungen können dem entgegenwirken. Dennoch können sie nicht verhindern, dass eine gewisse Konzentration von Schadstoffen im Raum verbleibt. Und auch eine sehr intensive und aufwändige (und damit auch teure!) Raumluftabsaugung bleibt immer ungenügend für alle Menschen, die sich in der Nähe der Schadstoffquelle aufhalten. Z.B. weil sie dort arbeiten müssen. Denn der Weg schädlicher Gase oder Stäube von der Quelle bis zur Absaugung führt meistens erst über die Lungen dieser Menschen.
Eine alternative Lösung bietet die Punktabsaugung. Hierunter versteht man das Erfassen der Schadstoffe direkt an der Entstehungsstelle (Quelle, daher auch ‚Quellabsaugung‘ genannt) bis zum Abstand von 20 bis max. 30 cm. Nur so kann effektiv verhindert werden, dass sich unvermeidlich entstehende Schadstoffe mehr als unbedingt nötig ausbreiten.
Nicht nur Mitarbeiter selbst, auch das Unternehmen profitiert von einer solchen Lösung: sinkende Krankheitsausfälle sowie steigende Arbeitsmoral sind nicht nur gesetzliche, sondern auch unternehmerische Faktoren.
Voraussetzung ist aber die richtige Auswahl der Absauganlagen. Denn sie müssen stets auf den Arbeitsprozess abgestimmt werden. Das falsche Absaugsystem, zu groß oder zu klein, aus dem falschen Material, falsche Leistungen, fehlende Akzeptanz bei dem Anwender verursachen mehr Ärger als Nutzen. Deshalb ist die richtige Beratung von entscheidender Wichtigkeit.
Seit vielen Jahren versteht sich beispielsweise Gumz Industrievertretung als Partner einschlägiger Hersteller wie z.B. Alsident System, Gram, Coral und Masterflex und den Anwendern in der Industrie. Dabei steht das Unternehmen mit seinen Kenntnissen des Arbeitsschutzes, speziell denen in der Chemie, mit Beratung und Service im Markt. Dabei steht immer im Vordergrund, die individuell passende Ausrüstung aus der Vielfalt der Möglichkeiten zu finden. Die Mitarbeit gilt jedem: Dem Anwender, dem Installateur, dem Beratenden Ingenieur, dem Planer.
Absaugsysteme
In erster Linie gehören zu den Absaugsystemen die folgenden Erfassungsteile:
Absaugarme: Die Ansaugöffnung aller Absaugarme kann man nah an die Schadstoff-Quelle positionieren. Sie können aus starren Rohren bestehen, die mit Spezialgelenken (Alsident System) oder über Kniegelenke und Schläuche (z.B. Gram, Coral) miteinander beweglich verbunden sind. Es können aber auch aus Spiralschläuchen sein, die an einem gelenkigen Gestänge befestigt sind (z.B. Gram, Coral, Masterflex). Das abzusaugende Medium und die notwendige Luftmenge (um möglichst viel zu erfassen) bestimmt das einzusetzende Material und den Querschnitt. Je nach Art und Aufbau sind Reichweiten von ca. 200 mm bis über 9 m lieferbar.
Absaugarme werden normalerweise an Wänden (oder Ständern), aber auch von der Decke herabhängend montiert. Reicht ein Schwenkbereich von R = 9 m nicht aus, kann man Absaugschläuche oder sogar Arme in speziellen Halterungen durch sog. Schlitzkanäle an den Ort des Einsatzes ziehen (auch oft verwendet in KFZ-Werkstätten).
Neuerdings werden immer stärker Absaugarme gefragt, die aus elektrisch leitfähigen Materialien bestehen und so elektrostatische Aufladungen durch Erdung ableiten. Obwohl Absaugarme und Schläuche nicht in der Atex aufgeführt werden (da sie keine eigene Gefahr darstellen) lassen Alsi-Dent System, Gram und Coral speziell ausgerüstete Absaugarme für Einsatzmöglichkeiten in Atex-Zonen testen und zertifizieren.
Absaug-Tische, -Paneele, -Wände, -Kabinen: Manche Werkstücke sind so groß, dass eine Bear-beitung über die gesamte Fläche den Einsatz eines Absaugarmes, der dann ständig mitgeführt werden müsste, ineffizient ist. So gibt es Tische, über deren gesamte Fläche oder nur am Rand die Schadstoffe erfasst und abgesaugt werden. Gegebenfalls entstehen durch Anbau von senkrechten Flächen Schutzwände, die als Prallschutz (z.B. beim Schleifen) oder sogar als zusätzliche Absaugfläche dienen (Gram). So werden kleine Einhausungen („Arbeitskabinette“ von Alsident) oder große begehbare Kabinen gebaut.
Ventilatoren/Filtergeräte: Sie sind notwendig und sie müssen in ihrer Leistung passen. So bieten Gram und Coral auch eine breite Palette von Ventilatoren an, deren Auswahl vom Einsatzzweck abhängt. Ventilatoren saugen nicht nur Luft an, sondern blasen sie auch wieder ab. Im einfachsten Fall direkt ins Freie. Damit werden alle abgesaugten Schadstoffe nur an einen anderen Platz abgeführt. Abge-sehen davon, dass dies nicht wünschenswert und in vielen Fällen nicht erlaubt ist, kostet es immer viel Energie die abgeführte Luft in den Arbeitsraum wieder zurück zu bringen - und zwar: sauber und im Sommer kühl und im Winter warm.
Die abgesaugte Luft wird daher gefiltert und gereinigt dem Raum wieder zugeführt. Bei der Auswahl der passenden Filtergeräte und dem nötigen Zubehör (Gram, Coral) sowie der Ventilatoren zeigt es sich schnell, ob es von Vorteil war, nur die notwendigste Luftmenge ganz gezielt abzusaugen und nicht die Raumluft permanent umzuwälzen und auszutauschen.
Natürlich sind Ventilatoren und Filtergeräte häufig auch in Bereichen notwendig, in denen Explosionsgefahr besteht oder entstehen kann. Darum haben Gram und Coral viele Ventilatoren und Filtergeräte entsprechend den Atex-Richtlinien entwickelt, gebaut und zertifizieren lassen.
Die Auswahl
Je genauer der künftige Anwender einer Schadstoff-Absaug- und Filteranlage seinen Arbeitsbereich beschreibt und die gewünschten Schutzmaßnahmen definiert (inkl. möglicher Atex-Zonen), desto besser kann die Lösung für sein Problem ausfallen. Die Erfahrung Jahrzehnte in der Entwicklung und Produktion sowie aus zahlreichen Anwendungsfällen fließen in die Beratung ein.
Die Anwendungen liegen beispielhaft in folgenden Bereichen:
- Chemische und Pharma-Industrie: Gase, Dämpfe, Stäube aller Art in Laboratorien, Technikum, Produktion, Wareneingangskontrolle, Abfüllung
- Lebensmittel-Industrie und Handwerk: Stäube von Zutaten (z.B. Mehl, Aromen, Kräuter, Tees etc.) bei Wareneingangskontrolle, Abwiegen, Mischen, Verarbeiten, Abfüllung
- Untersuchungs-Laboratorien: Gase, Dämpfe, Stäube von Untersuchungsmaterialien sowie Reaktionen oder an Messgeräten
- Leder-Industrie: Lösungsmittel von Klebern
- Galvanische Industrie: Chemikalien-Stäube und Dämpfe
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