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Biosensor

Ätztechnisch hergestellter Biosensor weist Endotoxine nach

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Charakterisierend für die Messwerte sind eine veränderte Resonanzfrequenz, Amplitude oder der Gütefaktor der Schwingung des bzw. der resonierenden Träger. In manchen Fällen kann durch die geänderte Resonanzfrequenz auch auf den Zeitpunkt geschlossen werden, wann die Reaktionskammer des Sensors mit der Blutprobe gefüllt wird oder die chemische Gerinnungsreaktion beginnt. Der Biosensor, der für die Schwingungen im Pyroxpress und damit für die neue und zuverlässige Messmethode verantwortlich ist, wird mittels Ätztechnik hergestellt. Das Verfahren ist ein kalt ablaufender chemischer Prozess, bei dem nicht erwünschtes Material entfernt wird.

Ätztechnik übertrifft Laserschneiden und Stanzen

Highland Biosciences entschied sich bei der Herstellung des Biosensors nach Versuchen mit verschiedenen Verfahren für die Ätztechnik. Genauestens kontrollierte chemische Prozesse reagieren mit den an der Oberfläche befindlichen Atomen und lösen die Oberfläche so mit einer hohen Genauigkeit und einer Toleranz von ± 25 Mikrometern glatt und gratfrei ab. Bei der Entwicklung des Biosensors für das Mikroviskosimeter sollten die Materialeigenschaften vom Herstellungsprozess unbeeinflusst bleiben. „Aufgrund der geforderten Spannungsfreiheit und Planizität der Komponente, kam nur die Ätztechnik in Frage“, erklärt Lee Weston, Marketing & Communications Manager von Precision Micro. Herkömmliche Blechbearbeitungsverfahren wie Laserschneiden oder Stanzen bearbeiten das Metall unter Einwirkung von Wärme oder Kraft und setzten es damit unter Spannungen, was sich wiederum negativ auf die Messgenauigkeit auswirken und die Planizität der Oberfläche beeinträchtigen kann. Die digitalen Werkzeuge der Ätztechnik ermöglichen Änderungen im Design in wenigen Stunden anstatt in Tagen und Wochen. Von Vorteil ist auch, dass die Rüst- und Werkzeugkosten minimal sind, sodass die Kunden ihre Entwürfe ohne erhebliche Kostenzuschläge und mit nur geringen Anfangsinvestitionen ändern und optimieren können.

* *M. Wassenberg: Wassenberg Public Relations für Industrie & Technologie GmbH, 90408 Nürnberg

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