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Biomarker im Schweiß Sensoren messen Schweiß und geben Auskunft über biologisches Alter

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Wie ist unser biologisches Alter? Es gibt aufwändige Methoden, um dies im Labor mithilfe von Blutproben zu untersuchen. Ein internationales Forscherteam will nun mithilfe Sensoren das biologische Alter aus unserem Schweiß bestimmen.

Der Empa-Forscher Simon Annaheim vom „Biomimetic Membranes and Textiles“-Labor der Empa in St. Gallen wertet Sensorprototypen in der Klimakammer aus. (Bild:  Videostill ETH Zürich – Institute für Translationale Medizin)
Der Empa-Forscher Simon Annaheim vom „Biomimetic Membranes and Textiles“-Labor der Empa in St. Gallen wertet Sensorprototypen in der Klimakammer aus.
(Bild: Videostill ETH Zürich – Institute für Translationale Medizin)

Altern ist ein lebenslanger Prozess, der uns alle betrifft. Und doch ist es ein noch wenig verstandenes biologisches Phänomen. Klar ist, dass Fitness und Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen im Lauf des Lebens ändern und medizinische Behandlungen an den Zustand des Körpers angepasst werden müssen. Doch wie alt ist ein Mensch wirklich? So alt, wie er sich fühlt? Oder doch so alt, wie es im Ausweis steht? Da das chronologische Alter, gemessen an den Lebensjahren, nur bedingt etwas über die körperliche Verfassung aussagt, versucht die Forschung seit längerem, das tatsächliche, biologische Alter eines Menschen zu bestimmen. So sind etwa verschiedene Blutparameter, so genannte molekulare Biomarker, die im Labor analysiert werden müssen, eine – wenn auch aufwändige – Methode, um das biologische Alter zu bestimmen.

Ein Forscherteam unter der Leitung von Noé Brasier von der ETH Zürich mit Beteilung der Empa, dem Caltech (California Institute of Technology) und dem Universitätsspital Basel arbeitet jetzt an einem einfacheren und doch präzisen Messverfahren für neue Biomarker im Schweiß, um dem biologischen Alter auf die Spur zu kommen, und damit auch den Prozess des Alterns, der Langlebigkeit und der Resilienz besser zu verstehen.

Widerstandsfähigkeit und Stressresistenz

Das kürzlich gestartete und vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Projekt „AGE clock for RESIlience in SweaT“, kurz „AGE RESIST“, bringt dabei Forschende aus Klinik, Medizinforschung und Sensortechnologie zusammen, um einen bequemen tragbaren Sensor für die Schweißanalyse zu entwickeln. Gemessen werden neue molekulare Biomarker im Schweiß, die mit weiteren physiologischen Parametern kombiniert werden. „Dank der hohen Präzision der Sensoren auf der Haut erhalten wir kontinuierlich zuverlässige Daten über den physiologischen Zustand des Körpers“, sagt Simon Annaheim vom „Biomimetic Membranes and Textiles“-Labor der Empa in St. Gallen.

Eine derartige Altersuhr könnte damit wichtige Informationen über die körperliche Widerstandsfähigkeit und Stressresistenz einer Person liefern. Damit trägt die Altersuhr auch dazu bei, medizinische Behandlungen personalisiert – und damit wirksamer – an die jeweilige Verfassung von Patienten anzupassen. Nebenwirkungen und Risiken könnten so verringert werden und Therapien gezielter und effektiver eingesetzt werden.

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