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Programmiertes Leben Das können jetzt maßgeschneiderte lebende Materialien

Quelle: Pressemitteilung

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Die Forschung an maßgeschneiderten „lebenden Materialien“ ist noch jung, entwickelt sich aber in rasantem Tempo weiter. Hier ein neuer Erfolg.

Maßgeschneiderte Lebende Materialien – Vom Labor in die Anwendung! Diese 3D-gedruckte Faser kapselt Bakterienkolonien, die ein violettes antimikrobielles Medikament produzieren, sicher ein.
Maßgeschneiderte Lebende Materialien – Vom Labor in die Anwendung! Diese 3D-gedruckte Faser kapselt Bakterienkolonien, die ein violettes antimikrobielles Medikament produzieren, sicher ein.
(Bild: INM )

Was sind lebende Materialien? Nun, sie bestehen aus zwei Komponenten: Aus lebenden Organismen wie Hefen, Pilzen, Algen oder Bakterien, die so „programmiert“ werden, dass sie bestimmte Funktionen erfüllen und aus einem Trägermaterial, in das diese eingebettet sind, erklären Forscher des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien. Genauer gesagt, verfügen die Organismen über besondere Stoffwechseleigenschaften. Sie können deshalb verschiedenartigste Stoffe produzieren, was von anorganischen Salzen über Metalloxide und Biopolymere bis hin zu hochwirksamen medizinischen Wirkstoffen funktioniert.

Diese Fähigkeit kann dazu genutzt werden, technische und medizinische Materialien mit neuartigen Funktionen herzustellen, die mit nicht-lebenden Materialien nicht herstellbar sind, wie es weiter heißt. Dazu gehören beispielsweise die Selbstregeneration des Materials nach Beschädigung, eine flexible Anpassung an Umweltreize oder eine extreme Langlebigkeit.

Das Thema lebende Materialien boomt

Neben der Weiterentwicklung der Forschung sei der Übergang in die Anwendung für die Experten dieser Sparte, zu denen auch Wilfried Weber, Professor für Synthetische Biologie an der Universität Freiburg, und Dr. Shrikrishnan Sankaran, Wissenschaftler am INM und Koordinator des Wissenschaftscampus, zählen, ein besonderes Anliegen. Vor diesem Hintergrund kamen bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Ende Juni zum dritten Mal abgehaltenen Engineered Living Materials Conference in Saarbrücken Forschende, die bereits Erfahrung mit der Überleitung von erfolgreichen Projekten in Start-ups haben, Investoren sowie Regulatoren von nationalen und europäischen Institutionen zu Wort.

Die Forschung an Engineered Living Materials (ELM), inzwischen von der EU als Innovationstechnologie eingestuft, werde spannend bleiben. Und die Zahl der Forschenden auf diesem Gebiet wachse offensichtlich ständig, wobei neue junge Gruppen aus etablierten Gruppen hervorgingen und Personen aus verwandten Bereichen in die ELM-Forschung einsteigen. So ist es für die Experten am INM nicht verwunderlich, dass schon jetzt eine Fortsetzung der Konferenzreihe im nächsten Jahr geplant ist, die vermutlich noch größer wird und mit weiteren neuen Themen aufwartet. Bei diesem Mal waren 140 Forschende aus 15 Ländern mit dabei, um mit Blick auf ELM den Schritt vom Labor in die Anwendung zu erörtern.

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