Worldwide China

Analytica 2018 Eröffnungspressekonferenz

Die Labor- und Analysentechnik boomt

| Redakteur: Marc Platthaus

Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: „Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Jubiläums-Analytica. In den nächsten Tagen wird vor allem die digitale Transformation im Labor ein wichtiges Thema vieler Vorträge und Präsentationen sein.“
Bildergalerie: 2 Bilder
Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: „Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Jubiläums-Analytica. In den nächsten Tagen wird vor allem die digitale Transformation im Labor ein wichtiges Thema vieler Vorträge und Präsentationen sein.“ (Bild: Platthaus/LABORPRAXIS)

Zum Start der Analytica haben der Fachverband Spectaris und die Fachabteilung Life Science Research im Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) aktuelle Marktzahlen bekannt gegeben. Fazit: Das Jahr 2017 war für die Branche ein gutes und auch der Ausblick für 2018 verspricht eine positive Weiterentwicklung. Weitere Details finden Sie in diesem Beitrag.

München – Anlässlich der Eröffnungspressekonferenz der Analytica 2018 zieht die deutsche Labor-Industrie eine positive Bilanz des vergangenen Jahres: 2017 erzielten die 330 deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik, die im Fachverband Spectaris organisiert sind, einen Umsatz von 8,71 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Positive Impulse kamen und kommen dabei sowohl aus dem Inland (+14,5%) als auch aus dem internationalen Geschäft (+7,9%). Die Beschäftigtenzahl stieg um 2,3 Prozent auf rund 44.000 Mitarbeiter.

Prognose auch für 2018 gut

„Auch für das laufende Jahr sind die Prognosen ausgesprochen gut. Wir rechnen mit einem Umsatzplus für 2018 in ähnlicher Größenordnung, was die industrielle Basis unserer Branche in Deutschland weiter stärkt“, betont der Spectaris-Vorsitzende Analysen-, Bio- und Labortechnik Mathis Kuchejda am 10. April auf der Eröffnungs-Pressekonferenz der Analytica in München. Allerdings schränkte Kuchjda er diesen extrem positiven Ausblick ein: „Eine wesentliche Voraussetzung dieser erfolgreichen Entwicklung ist der Fortbestand und Ausbau des freien internationalen Warenverkehrs. Hier ist die Politik gefordert, den derzeitigen protektionistischen Tendenzen einiger Länder konsequent entgegenzutreten.“

40 Prozent der Exporte in die EU

Angesichts einer Exportquote von 52 Prozent ist die Nachfrage aus dem Ausland eine wichtige Basis für das Branchenwachstum. Gut 40 Prozent der deutschen Exporte von Analysen-, Bio- und Labortechnik gehen aktuell in Länder der Europäischen Union. Auf die Geschäfte mit den USA und China entfallen inzwischen 14 bzw. elf Prozent der Ausfuhren. Dank der starken regionalen Diversifizierung sind die Investitionen zur Bewältigung des Wachstums gut angelegt. Den Herstellern gelingt es, sowohl der hohen Bedeutung Europas, der USA und Chinas gerecht zu werden als auch die steigende Nachfrage zahlreicher Schwellenländer zu bedienen.

Anwendungsbereiche erweitern sich

„Einer der Gründe für die erfreuliche Branchenentwicklung ist die Vielfalt der Anwendungsbereiche der Analysen-, Bio- und Labortechnik“, bilanziert Kuchejda. Wichtige Abnehmerkanäle der Hersteller sind derzeit die Industrie, die öffentliche Hand sowie die Bereiche Pharma und Chemie. Hier werden etwa 85 Prozent des Inlandsumsatzes erwirtschaftet. Die Branche profitiert dabei von globalen Branchentrends wie der fortschreitenden Prozessoptimierung in der Industrie, der weiter steigenden Bedeutung der Themen Umwelt, Ernährung, Gesundheit oder den steigenden Anforderungen der In-vitro-Diagnostik. Auch neue Verfahren und Technologien im Bereich Biotechnologie/Life Science beleben den Markt.

Digitalisierung als wichtigster Megatrend

„Am stärksten beeinflusst jedoch der Megatrend Digitalisierung die Branche“, erläutert Kuchejda. Die größte und spannendste Aufgabe der kommenden Jahre wird es sein, die Analysen-, Bio- und Labortechnik fit für das „Labor 4.0“ mit den Maximen Workflow-Integration, Konnektivität und Datenintegrität zu machen, damit das „Internet-of-Things“ (IoT) Einzug in die Laborwelt halten kann. Die wichtigste Anforderung ist dabei die uneingeschränkte Kommunikationsfähigkeit von einzelnen Laborsystemen. Auf dem Weg zu smarten Laborgeräten braucht die Branche einen einheitlichen Kommunikationsstandard. Auch der Bedarf nach effizienten Automatisierungs- und Robotiklösungen, die Anwendung von Machine Learning, steigende Forderungen und Standards der Kunden hinsichtlich Dokumentation und Reproduzierbarkeit sowie die zukünftige Nutzung von Augmented Reality in der Laborwelt bestimmen das aktuelle Umfeld der Unternehmen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45239196 / Labortechnik)