Sicherheitslabore Drei Stufen Sicherheit: Wenn ein S3-Labor in Betrieb geht
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Will man künftigen Krankheitsausbrüchen und Pandemien die Stirn bieten können, muss an gefährlichen Krankheitserregern geforscht werden. S2- und S3-Labore machen dies möglich. In Ulm nimmt ein neues S3-Labor gerade seinen Betrieb auf.
Für das Arbeiten mit Krankheitserregern gelten strenge Sicherheitsvorschriften, um die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit zu schützen. Herr Prof. Kirchhoff, was sind die grundsätzlichen Unterschiede zwischen einem S2- und einem S3-Labor?
Prof. Dr. Frank Kirchhoff: Grundsätzliche Unterschiede bestehen im Gefährdungspotenzial der untersuchten Viren und Bakterien und den dadurch erforderlichen Schutzmaßnahmen. Im S2-Labor arbeitet man mit Erregern, welche Krankheiten verursachen können, die jedoch meist gut behandelbar sind und somit nur ein geringes Risiko darstellen (z. B. Salmonella spp., Herpesviren). Im Gegensatz dazu wird im S3-Labor mit Viren und Bakterien gearbeitet, die schwere oder sogar tödliche Krankheiten verursachen können und/oder sich durch Aerosole verbreiten (z. B. HIV, Influenzaviren, SARS-CoV-2, Mycobacterium tuberculosis).
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