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POP-Analytik Effiziente Probenvorbereitung für die POP-Analytik

Autor / Redakteur: Ute Vedder* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Schwer abbaubare organische Schadstoffe (POP) wie Dioxin, PCB oder DDT stellen eine ernstzunehmende Gefahr für Umwelt und Mensch dar. Für eine exakte und effiziente Analytik ist nicht zuletzt auch eine geeignete Probenvorbereitung von entscheidender Bedeutung.

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Die Umweltverschmutzung durch schwer abbaubare organische Schadstoffe (POP – Persistant Organic Pollutants) wie Dioxin, PCB oder DDT ist längst zu einem globalen Problem geworden. Die toxischen Schadstoffe reichern sich leicht über die Nahrungskette in Organismen an. Sie verbreiten sich weltweit durch die Atmosphäre, durch Oberflächenabfluss und Meeresströmungen sowie durch die Migration verschiedener Tierarten, z.B. Fisch.

Am Center for Marine Environmental Studies (CMES) der Ehime Universität in Japan untersucht Dr. Shin Takahashi täglich Umweltproben auf PCB, DDT und PBDF. „Die tropische Zone Asiens ist in besonderem Maße toxisch belastet“, erläutert der Dozent für Umweltchemie am CMES und macht unter anderem das drastische Wirtschaftswachstum einiger Staaten dafür verantwortlich.

Siebung von Bodenproben

Toxische Stoffe werden nach ihren physikalischen Eigenschaften kategorisiert; manche Verbindungen lagern sich in Böden ab und verbreiten sich nur langsam, andere werden durch Wasser und Luft verbreitet. In einigen asiatischen Entwicklungsländern werden Edelmetalle durch das Verbrennen bzw. Kochen von Elektronikabfall in Salpetersäure gewonnen. Solche Methoden führen dazu, dass schädliche Chemikalien wie Schwermetalle, Dioxin oder potenzielle POPs wie polybromierter Diphenylether, in die Umwelt gelangen. Am CMES setzt Dr. Takahashi die Retsch-Siebmaschine AS 200 ein, um Bodenproben aus diesen Gebieten zu sieben. „Im Vergleich zur manuellen Siebung hat diese Siebmaschine unsere Effizienz deutlich erhöht“, sagt der Wissenschaftler.

Homogenisierung von Fischproben

Für die Aufbereitung von Fischproben kommt hingegen die Retsch-Messermühle Grindomix GM 200 zum Einsatz. „Das Homogenisieren der Proben ist ein wichtiger Schritt, denn Abweichungen bei der Konzentration einer Probe haben direkte Auswirkungen auf die Genauigkeit der Analyse. Die GM 200 liefert uns hervorragend homogenisierte Proben“, lobt Dr. Takahashi. Die homogenisierten Proben werden anschließend im Soxhlet extrahiert, über eine SPE-Säule gereinigt und mittels Gaschromatographie auf PCB, DDT und PBDF analysiert.

U. Vedder, Retsch GmbH, 42781 Haan

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