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Neubau für viele Bedürfnisse

Ein Produktionsgebäude als funktional vielschichtiger Neubau

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Laborbereiche und Reinräume

Die produktionsabhängigen Funktionsbereiche sind in Hygienezonen unterteilt, für die unterschiedliche Anforderungen bestehen. Damit wird eine gleichbleibende Produktionsqualität sichergestellt. Die Laborbereiche sind als biologische Labore gemäß Biostoffverordnung (BioStoffV) klassifiziert und werden in die Klassen S1, S2 und S3** unterteilt. Die Produktionsbetriebe sind in abteilungsbezogene Produktionsbereiche mit Zugangsberechtigung gegliedert, die aufgrund des Hygienekonzeptes durch Schleusen vom „Schwarzbereich“ getrennt sind. Insbesondere im Produktionsbereich Humanserum waren verschiedene S2-Labore sowie ein S3**-Labor erforderlich, um einen sicheren Umgang mit den verwendeten Einsatzstoffen zu gewährleisten.

Um die Reinigung gemäß den Hygieneanforderungen sicherzustellen, wurde im Rahmen der Planung darauf geachtet, Wischflächen zu minimieren und damit eine Desinfektion zu erleichtern. Alle Einbauten sind daher deckenhoch verblendet. Fugen und Ritzen wurden weitestgehend vermieden. Vollkernarbeitsplatten wurden anstelle von Steingut oder Melamin ausgewählt, da sie genauso wasserdicht und chemisch resistent sind.

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Als übergeordnete Maßgaben der Planung galten die Maximierung der Nutzfläche sowie prozessbezogene Erfordernisse der Produktion. Die Gebäudearchitektur wurde entsprechend an die Voraussetzungen angepasst, die durch die Prozesse und die funktionale Abhängigkeit der Räume untereinander gegeben waren (wie z.B. feststehende Abmessungen von Equipment, Lagerflächen oder Verkehrswege entsprechend den spezifischen Flurförderfahrzeugen). Die fünf Abteilungen der Roche Diagnostics erarbeiteten die jeweiligen Raumprogramme eigenständig. In einem iterativen Prozess und in Zusammenarbeit der Nutzer und HWP wurde anhand von Blockschemata das Raumprogramm mit Darstellung der Bezüge und Abhängigkeiten der einzelnen Raumflächen und Funktionen erarbeitet. Auf Grundlage dieser gemeinsamen Basis wurde das Raumprogramm im Gebäude umgesetzt und die entsprechenden Produktionsflüsse und Abhängigkeiten optimal dargestellt.

Eine enge Nutzereinbindung während der gesamten Planungsphase zeichnete dieses Projekt vom Entwurf bis hin zu Detailabstimmungen aus. Ziel war, eine bis ins Detail nutzungsoptimierte Produktionsumgebung zu planen und umzusetzen.

Mit dem DOC II konnte die erfolgreiche Zusammenarbeit der HWP Planungsgesellschaft mit der Roche Diagnostics fortgesetzt werden. In der Vergangenheit war HWP in mehreren Projekten für Roche Diagnostics tätig.

* V. Rein: HWP Planungsgesellschaft mbH, 70190 Stuttgart

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