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In-vitro-Diagnostika und personalisierte Medizin Innovation für Innovationen: Roche eröffnet Hightech-Zentrum für Diagnostikforschung

Quelle: Pressemitteilung Roche 6 min Lesedauer

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Roche investiert 300 Millionen Euro in ein Innovationszentrum für Diagnostikforschung und -entwicklung in Penzberg, das nun feierlich eingeweiht wurde. Dank intelligenter Vernetzung, vollautomatisierter Prozesse und hochmoderner Robotik will das Unternehmen die Entwicklungszeit von zentralen Schritten der Testentwicklung um 30 Prozent reduzieren.

Rund 300 Millionen Euro investierte Roche in den Hightech-Neubau für die Diagnostikforschung und -entwicklung. Künftig arbeiten dort rund 1.000 der insgesamt mehr als 7.700 Mitarbeitenden am Standort Penzberg.(Bild:  Roche)
Rund 300 Millionen Euro investierte Roche in den Hightech-Neubau für die Diagnostikforschung und -entwicklung. Künftig arbeiten dort rund 1.000 der insgesamt mehr als 7.700 Mitarbeitenden am Standort Penzberg.
(Bild: Roche)

Es ist ein Bau der Superlative und das in jeder Hinsicht: Roche hat am Standort Penzberg eines der modernsten Entwicklungszentren für Diagnostika weltweit eröffnet. Rund 300 Millionen Euro hat das Unternehmen seit dem Baustart im Februar 2022 in den rund 23.000 Quadratmeter großen Neubau investiert. Der Hightech-Bau ist Teil von Roches langfristiger Investitionsagenda in Deutschland: Seit 2020 flossen mehr als 3,5 Milliarden Euro in die deutschen Roche-Standorte, davon rund die Hälfte nach Penzberg. Datengesteuert, automatisiert und nachhaltig: Das neue Hightech-Gebäude entstand nicht nur in Rekordzeit, auch die ersten Labore haben in modernstem Umfeld bereits den Regelbetrieb aufgenommen.

Einweihung des neuen Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg: v.l.n.r.: Dr. Thomas Schinecker (CEO der Roche-Gruppe), Dorothee Bär (Bundesforschungsministerin), Dr. Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident) und Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister).(Bild:  Roche)
Einweihung des neuen Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg: v.l.n.r.: Dr. Thomas Schinecker (CEO der Roche-Gruppe), Dorothee Bär (Bundesforschungsministerin), Dr. Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident) und Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister).
(Bild: Roche)

Künftig finden auf einer Fläche von drei Fußballfeldern gut 1.000 der rund 7.700 Mitarbeitenden des Standorts eine neue Heimat für die Diagnostikforschung und -entwicklung der Zukunft. Roche arbeitet hier an hochinnovativen In-vitro-Diagnostika für die Bereiche Neurologie, bspw. Alzheimer und Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionskrankheiten sowie an spezifischen Testverfahren für die personalisierte Medizin. Das Unternehmen setzt damit ein starkes Signal für den Innovationsstandort Deutschland sowie die Umsetzung der europäischen Pharma- und MedTech-Strategie. In Anwesenheit von Ministerpräsident Markus Söder, Bundesminister des Innern Alexander Dobrindt, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe und der Geschäftsführung der deutschen Standorte von Roche wurde das Innovationszentrum am 12. Februar 2026 offiziell eingeweiht.

„Unsere Investition in Penzberg ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland“, sagt Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe anlässlich der Einweihung des neuen Diagnostik-Innovationszentrums.(Bild:  Roche)
„Unsere Investition in Penzberg ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland“, sagt Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe anlässlich der Einweihung des neuen Diagnostik-Innovationszentrums.
(Bild: Roche)

„Indem wir Forschungsideen schneller in die Marktreife überführen, stärken wir gezielt die Wettbewerbsfähigkeit Europas und leisten einen wichtigen Beitrag zur resilienten Gesundheitsversorgung in einem zunehmend volatilen globalen Umfeld. Roche geht damit in Vorleistung und erwartet, dass die Bundesregierung die richtigen Maßnahmen trifft, um das Ziel ihres Koalitionsvertrags zu erreichen, Deutschland zu einem führenden Pharma- und Biotechstandort zu machen“, erläutert Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe, anlässlich der Eröffnungsfeier.

Markus Söder, Ministerpräsident: „Roche ist ein Powerhouse für Innovation. Das ist ein starkes Bekenntnis für Penzberg, den Landkreis Weilheim-Schongau und ganz Bayern. Als Freistaat begleiten wir die Erfolgsgeschichte als starker Partner bei Wissenschaft, Forschung und Zukunftstechnologien. Nebenan in Penzberg entsteht eine Außenstelle des Fraunhofer-Instituts mit 40 Mio. Euro und in Martinsried bauen wir den neuen Life-Science-Campus der Max-Planck-Gesellschaft mit 600 Mio. Euro Förderung. Biotech und Biomed sind zentrale Anker der Hightech Agenda Bayern. Auch der Bund investiert jetzt kräftig mit der Hightech Agenda Deutschland nach bayerischem Vorbild. Wir tun alles, um Innovation und Start-ups zu fördern und Global Player im Inland zu halten. Wer stehen bleibt, fällt zurück. Deshalb gehen wir voran!“

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister: „Das neue Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg steht für den Sprung in die Zukunft der Diagnostik: Forschung, Fortschritt und Verantwortung aus Deutschland für Patienten weltweit. Diagnostische Innovation braucht verlässliche Vorgaben, klare Prozesse und koordinierte Rahmenbedingungen – dann stärkt sie Gesundheit, Gesellschaft und die Wettbewerbsfähigkeit Europas.“

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt: „Mit der Hightech Agenda Deutschland bringt die Bundesregierung Deutschland technologisch auf das nächste Level. Dafür fokussieren wir gezielt auf sechs Schlüsseltechnologien. So stärken wir Deutschland als führenden Innovationsstandort und können als Magnet für Talente und Investitionen wirken. Eine dieser Schlüsseltechnologien ist die Biotechnologie. Sie ermöglicht sowohl moderne Therapeutika als auch innovative Diagnostik. Diagnostik ist der Ausgangspunkt der modernen Medizin. Je genauer die Diagnostik, desto personalisierter die Therapie. “

Mit dem neuen Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg setzt Roche ein starkes Signal. Es verbindet exzellente Forschung mit Wertschöpfung, stärkt die technologische Souveränität und stellt entscheidende Weichen für den Innovations- und Gesundheitsstandort Deutschland.

Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Starkes Investment in Zukunftstechnologien

Mit dem neuen Diagnostik-Innovationszentrum setzt Roche seine strategische Investitionsagenda in Deutschland weiter konsequent um und unterstützt damit die Ziele der Hightech-Agenda des Bundesforschungsministeriums. In der letzten Dekade investierte das Unternehmen mehr als eine halbe Milliarde Euro – Jahr für Jahr. Damit solche Investitionen dauerhafte Wirkung entfalten und Standorte wie Penzberg ihre Rolle als globale Innovationszentren langfristig ausfüllen können, fordert Roche verlässliche politische Rahmenbedingungen. Dazu gehören Planungssicherheit, effiziente Genehmigungsprozesse, ein schneller Marktzugang und eine angemessene Vergütung medizinischer Innovationen.

Laborrundgang im Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg: V.l.n.r.:  Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister), Dorothee Bär (Bundesforschungsministerin), Dr. Thomas Schinecker (CEO der Roche-Gruppe), Dr. Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident) und Hubert Aiwanger (Bayerischer Wirtschaftsminister) verschafften sich bei einem Laborrundgang im Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg einen Einblick in hochmoderne Labore und neue automatisierte Arbeitsweisen.(Bild:  Roche)
Laborrundgang im Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg: V.l.n.r.: Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister), Dorothee Bär (Bundesforschungsministerin), Dr. Thomas Schinecker (CEO der Roche-Gruppe), Dr. Markus Söder (Bayerischer Ministerpräsident) und Hubert Aiwanger (Bayerischer Wirtschaftsminister) verschafften sich bei einem Laborrundgang im Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg einen Einblick in hochmoderne Labore und neue automatisierte Arbeitsweisen.
(Bild: Roche)

Die Investitionen von Roche fließen in Innovationen für eine effizientere, patientenzentrierte und präventive Gesundheitsversorgung, in der die Diagnostik das Fundament der modernen Medizin ist. Denn etwa 70 Prozent aller medizinischen Entscheidungen basieren auf diagnostischen Ergebnissen. Aber nur etwa 3 Prozent der Gesundheitsausgaben fließen in diesen Bereich. Gerade angesichts des steigenden Drucks auf die Krankenkassen ist eine frühe Diagnose jedoch der entscheidende Hebel, um Heilungschancen zu verbessern und die Kosten für weitere medizinische Versorgung zu senken.

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Proben per Knopfdruck: eine neue Effizienz in der Labor-Landschaft

In seinem Hightech-Neubau, der im Juni 2026 vollständig in Betrieb genommen wird, setzt Roche konsequent auf Digitalisierung, Automatisierung und moderne Robotik. Dafür wurden rund 630 Kilometer Datenkabel verlegt – das entspricht in etwa der Fahrstrecke von Penzberg nach Berlin. Zusätzlich sorgen über 4.400 intelligente Sensoren und digitale Statusanzeigen für volle Transparenz: Sie erfassen den Energieverbrauch, die Belegung der Arbeitsplatzbelegung sowie den Status der Geräte in Echtzeit. So entstehen innovative digitale Lösungen wie ein volldigitales Management der Laborgeräte, Hochdurchsatz- Pipettiersysteme und automatisierte Transportsysteme zur Probenlogistik.

Herzstück des Gebäudes ist der vollautomatisierte “Cube”, ein zentrales Probenlager, in dem 2,5 Millionen biologische Proben bei minus 80 Grad Celsius gelagert werden. Sie bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Tests, die Optimierung bestehender Verfahren und sorgen dafür, dass Diagnosen zuverlässig, schnell und reproduzierbar sind. Dank des Cubes stehen den Forschenden diese Proben nun jederzeit in gleichbleibend hoher Qualität und zudem vollautomatisiert per Knopfdruck zur Verfügung – ganz ohne lange Vorlaufzeiten.

Außerdem digitalisiert, automatisiert und parallelisiert Roche zahlreiche Schritte der Einsatzstoffentwicklung. So werden Entwicklungsabläufe beschleunigt, die Qualität der Reagenzien erhöht und Entwicklungszeiten von Tests und diagnostischen Einsatzstoffen signifikant verkürzt. Gleichzeitig gewinnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehr Zeit für ihre Forschungsarbeit. Innovationen gelangen so schneller vom Labor in die medizinische Praxis – das ist ein entscheidender Vorteil, wenn es darum geht, Krankheiten früher zu erkennen und Therapien gezielter einzusetzen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das frühere Diagnosen, passgenaue Therapien und einen schnelleren Zugang zu medizinischen Innovationen.

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Weniger Geräte, mehr Austausch

Die hohe Automatisierung und digitale Vernetzung im Neubau setzen sich in der räumlichen Gestaltung fort: Statt klassischer Abteilungsstrukturen setzt Roche auf prozessbasierte Laborwelten, in denen Teams über Fachbereichsgrenzen hinweg enger zusammenarbeiten und Equipment gemeinsam nutzen. Zudem fördert die Verbindung von kurzen Wegen und innovativen Arbeitsmitteln mit der inspirierenden Mischung aus Kunst und Architektur den Austausch. Dieses Prinzip setzt sich in den Bürobereichen fort: Ein tätigkeitsbasiertes Bürokonzept mit offenen Strukturen, Atrium, verbindenden Brücken sowie bewusst gestalteten Zonen für sowohl Austausch als auch konzentriertes Arbeiten lassen Innovationen schneller entstehen.

Unser neues Diagnostik-Innovationszentrum bricht alte Silos auf. Die Architektur ist so konzipiert, dass sie den Austausch zwischen Biolog:innen, Chemiker:innen und KI-Expert:innen fördert. In einer Welt, in der Daten genauso wichtig sind wie Gewebeproben, ist diese enge Vernetzung unser Motor für Innovation.

Daniela Kahlert, Geschäftsführerin Roche Diagnostics Deutschland GmbH

70 Prozent weniger Energieverbrauch dank CO₂-freiem Forschungsbetrieb und nachhaltigen Baustoffen

Infografik zu den wichtigsten Fakten zum Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg.(Bild:  Roche)
Infografik zu den wichtigsten Fakten zum Diagnostik-Innovationszentrum in Penzberg.
(Bild: Roche)

Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt Roche im neuen Innovationszentrum für Forschung und Entwicklung Maßstäbe. Der Bürotrakt wurde in Holz-Hybridbauweise errichtet und zählt zu den größten Projekten dieser Art in Bayern. Über sieben Stockwerke hinweg entsteht so eine hochflexible Forschungslandschaft, die ressourcenschonende Bauweise und energieeffizienten Betrieb zusammenbringt. Ein intelligentes Energiemanagement sowie die Nutzung bestehender Energie- und Versorgungssysteme am Standort – wie der Einsatz eines Niedertemperaturnetzwerks aus Abwärme oder einer Photovoltaikanlage mit 130 Kilowatt-Peak elektrischer Gesamtleistung auf dem Dach des Gebäudes – ermöglichen einen CO₂-freien Betrieb. Gegenüber vergleichbaren Laborgebäuden früherer Generationen wird der Energiebedarf so um rund 70 Prozent reduziert. Das ist ein wichtiger Beitrag zum klimafreundlichen Forschungsbetrieb, stärkt den Standort langfristig und unterstützt die globalen Roche-Nachhaltigkeitsziele, bis 2045 vollständig klimaneutral zu werden

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