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Tiefkühlschränke

Energieoptimierung zahlt sich aus

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Ultratieftemperatur-Kühlschränke (ULT) lagern Proben bei Temperaturen bis zu -80 ºC, bei denen biochemische Reaktionen auf ein Minimum reduziert sind. Daher ist es äußerst wichtig, dass bei der Entnahme von Proben aus dem Tiefkühlgerät möglichst wenig Kälte entweicht und so wenig Proben wie möglich den Umgebungsbedingungen ausgesetzt werden. Daher sind der Aufbau des Gerätes und die Einrichtung der Kühlkammer extrem wichtig. An erster Stelle stehen dabei separate Kammern, die durch eine eigene Innentür einen segmentierten Zugriff auf die Proben erlauben. Größere ULT-Einheiten haben bis zu zehn Kammern, die sicherstellen, dass der Kälteverlust bei der Entnahme einzelner Proben möglichst gering bleibt. Gleichzeitig wird weniger Energie verbraucht, um nach dem Öffnen der Tür wieder die Solltemperatur zu erreichen. Eine weitere sehr gute Möglichkeit, um die Probenentnahme zu beschleunigen, bieten Einschub-Systeme, die zudem eine effizientere Nutzung des in der Kühlkammer zur Verfügung stehenden Platzes erlauben.

Die Entnahme von eingelagerten Proben geht ebenfalls schneller, wenn der Anwender bereits vor dem Öffnen der Tür sieht, wo genau sich die gewünschten Proben innerhalb des Gerätes befinden: Die Thermo-Scientific-Revco-Serie (+4 bis -30 ºC) bietet optional Glastüren, sodass der Anwender den gesamten Probenlagerraum einsehen kann.

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Eine weitere Verbesserung an den passiven Elementen der Kühllagerung ist die neue innovative Isolation, die HFC-freie Treibmittel verwendet sowie hohe Isolationseigenschaften aufweist und dadurch den Stromverbrauch reduziert. Aufgrund der verbesserten Isolation wird weniger Material benötigt und die Wände können dünner konstruiert werden. Dadurch wird eine größere Lagerkapazität bei gleicher Stellfläche erreicht. Außerdem sind die Herstellung und Entsorgung der Geräte durch den Einsatz der neuen Isolationsmaterialien umweltfreundlicher geworden.

Große Hersteller widmen sich einem weiteren Bereich, der sich stark auf die Probenintegrität und die Umweltfreundlichkeit auswirken kann: die Schulung der Anwender. Die oben beschriebenen Verbesserungen in der Bauweise der Geräte, werden erst dann vollständig wirksam, wenn gewisse Vorgaben beachtet werden (s. Hintergrund-Kasten).

Definition von Standards

Laborprodukte sind äußerst komplex und können daher derzeit nicht in das Energy-Star-Kennzeichnungssystem einbezogen werden. Die Thermo-Scientific-Entwicklungsteams für Kaltlagerungsprodukte arbeiten zusammen mit US-Gruppen, einschließlich der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA und dem amerikanischen Umweltministerium DoE daran, Kriterien zur Erweiterung des Energy-Star-Systems im Laborsektor zu formulieren.

Fazit

Bei der Untersuchung eines geeigneten Kühl- oder Tiefkühllagergerätes für das Labor sind mehrere Auswahlkriterien wie Temperaturstabilität und -erholzeit, Erhaltung der Probenintegrität sowie Sicherheit und Schutz zu berücksichtigen. Mit der Einführung höherer Effizienz bieten Hersteller außerdem einen exzellenten Umweltvorteil. Diese Fortschritte gewährleisten zusammen mit der Schulung der Endverbraucher, dass es nun zumindest möglich ist, im Labor umweltfreundlich zu handeln – auch wenn es immer noch nicht einfach ist.

*G. Shields, Thermo Fisher Scientific, Asheville/USA, Tel. Thermo Fisher Scientific Deutschland (Langenselbold)

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