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Ungenutztes Potenzial Pharmaindustrie warnt vor Fachkräftemangel

Quelle: VFA 1 min Lesedauer

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Der Fachkräftemangel bedroht die Innovationskraft der Pharmaindustrie und der deutschen Wirtschaft: Laut einer aktuellen Analyse des VFA müssen in der Pharmabranche bis 2034 rund 40.000 Stellen altersbedingt neu besetzt werden. Chefvolkswirt Dr. Claus Michelsen fordert entschlossenes politisches Handeln.

Knapp 40.000 Stellen müssen in der Pharma-Branche in den kommenden zehn Jahren neu besetzt werden.(Bild:  VFA/ Martin Joppen)
Knapp 40.000 Stellen müssen in der Pharma-Branche in den kommenden zehn Jahren neu besetzt werden.
(Bild: VFA/ Martin Joppen)

Der Verband forschenden Pharma-Unternehmen (VFA) warnt vor den gravierenden Auswirkungen des Fachkräftemangels auf die Pharmaindustrie und die gesamte deutsche Wirtschaft. Eine aktuelle Analyse für den Macro Scope Pharma Economic Policy Brief zeigt, dass in der Pharmabranche bis 2034 knapp 40.000 Stellen altersbedingt neu besetzt werden müssen.

Dr. Claus Michelsen, Chefvolkswirt des VFA, fordert daher von der Politik entschlossenes Handeln, um die Personalengpässe zu bewältigen: „Der Fachkräftemangel stellt eine der größten Herausforderungen für die Pharmaindustrie und für die gesamte Wirtschaft dar. Ohne gezielte Maßnahmen droht ein Rückgang der Innovationskraft in einer Schlüsselindustrie des Standorts Deutschland.“

Die Auswertung zeigt zudem, welche Potenziale hierfür gehoben werden können: In Deutschland arbeiten rund zwölf Millionen Menschen in Teilzeit. Rund drei Viertel von Ihnen würden ihre Arbeitszeit unter besseren Bedingungen ausweiten. Die wichtigsten Gründe: Betreuung und Pflege Angehöriger. Zusätzlich gibt es rund drei Millionen Menschen, die derzeit nicht arbeiten, aber bereit wären, eine Beschäftigung aufzunehmen.

„Wir müssen die Arbeitsmarktpotenziale im Land besser nutzen und gleichzeitig Anreize schaffen, um internationale Fachkräfte zu gewinnen. Die ‚Stillen Reserven‘ sind ein enormes Potenzial, das wir unbedingt heben müssen. Flexible Arbeitszeitmodelle, bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten und gezielte Weiterbildungsangebote sind Instrumente, um diese Menschen wieder für den Arbeitsmarkt zu gewinnen“, erklärt Michelsen. Prävention könnte krankheitsbedingte Ausfälle verhindern.

Neben der besseren Nutzung inländischer Potenziale sei auch eine gezielte Anwerbung ausländischer Fachkräfte von zentraler Bedeutung, um den Fachkräftemangel in der Pharmaindustrie zu mildern. Michelsen: „Deutschland muss sich im internationalen Wettbewerb um Talente besser positionieren. Wir benötigen schnelle und unkomplizierte Verfahren für den Zuzug qualifizierter Fachkräfte.“

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