Laborkanister und Lagerflaschen mit jeweils unterschiedlichen Verwendungszwecken werden nicht nur für den Heim- und Hobby-Bereich benötigt, sondern auch für Laboratorien und die chemische Industrie. Dort dienen sie der sicheren Handhabung, Lagerung und dem Transport von flüssigen und festen Chemikalien und Betriebsmitteln. Reichelt Chemietechnik bietet zahlreiche Lagerlösungen an.
Laborkanister von Reichelt Chemietechnik
(Bild: RCT Reichelt Chemietechnik)
Die Handhabung und Lagerung von Chemikalien gehören zu den täglichen Aufgaben im chemischen Labor. Oftmals stehen jedoch Versuchsaufbau und die dahinter stehenden theoretischen Grundlagen gedanklich im Vordergrund – und nicht die Wahl passender Laborbehälter. Ungeeignete Lagerflaschen können jedoch zu Leckagen führen und ein Sicherheitsrisiko darstellen. In der Medizin- und Chemietechnik kommt daher eine große Fülle verschiedener Laborflaschen zum Einsatz. Je nach Einsatzgebiet und aufzunehmender Chemikalien variieren sie in ihren Materialeigenschaften, Form und ihrem Zubehör.
Laborkanister werden unter anderem für die Aufbewahrung und Bereitstellung von Lösungsmitteln benötigt, etwa bei großen Reaktionsansätzen, der säulenchromatographischen Trennung von Gemischen oder der Reinigung von Laborgeräten und Arbeitsbänken. Auch hochsiedende Öle für Heizbäder zur Erwärmung von Reaktionskolben werden in Laborbehältern aufbewahrt. Und nach Beendigung der Reaktionsdurchführung werden die Rückstände samt verunreinigten Lösungsmitteln in passenden Chemikalien-Abfallkanistern gesammelt.
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Die Vorzüge von Lagerbehältern aus Kunststoffen
Bestanden Lagerbehälter wie Kanister früher ausschließlich aus Metall, werden heute vor allem die Massenkunststoffe Low-Density-Polyethylen (LDPE), High-Density-Polyethylen (HDPE) und Polypropylen (PP) zur Fertigung von Laborballons, Lagerflaschen, Laborkanistern und auch größeren Lagerbehältern wie IBC-Containern herangezogen.
Diese Werkstoffe weisen eine gute chemische Beständigkeit auf, sind preiswert und mit einem spezifischen Gewicht von 0,9 bis 1,0 g/cm³ deutlich leichter, was wiederum zu einer einfacheren Handhabung und geringeren Transportkosten führt. Aufgrund ihrer Transluzenz ist zudem der Füllstand des Laborkanisters besser abzuschätzen. Gegenüber gläsernen Lagerflaschen haben solche aus Kunststoffen wiederum den Vorteil, dass sie nicht leicht zerbrechen – ein erheblicher Vorteil beim Umgang mit chemisch aggressiven oder gesundheitsgefährdenden Stoffen.
Laborbehälter für größere Volumina werden in unterschiedlichen Formen angeboten:
runde und vierkantige Laborballons, optional mit Ablasshahn
Lagerflaschen, Enghals und Weithals, optional mit Ablasshahn
Laborkanister im Baukasten-System, optional mit Auslaufstutzen oder Ablasshahn
Antistatische Lagerflaschen
Laborballons
Runde und vierkantige Laborballons, gefertigt aus den Werkstoffen PP und LDPE, sind ausgezeichnet für die Lagerung und den Transport größerer Flüssigkeitsmengen geeignet. Sie sind auch in Ausführungen mit Ablasshahn erhältlich, welche eine unkomplizierte und kontrollierte Entnahme ermöglichen. Zum leichteren Transport der Lagerbehälter mit Fassungsvermögen von 5, 10, 20, 30 und 50 Litern sind Tragegriffe angebracht.
Lagerflaschen
Lagerflaschen bestehen vorrangig aus PP und LDPE, für aggressivere Chemikalien werden ferner Ausführungen aus dem thermoplastischen Hochleistungskunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE) angeboten. Wie bei den Lagerballons sind auch bei den Abfüllflaschen, Enghalsflaschen, Weithalsflaschen und Lagerflaschen Varianten mit eingebautem Zapfhahn und Tragegriffen bzw. Metallbügeln erhältlich. Eine Besonderheit bei den Lagerflaschen ist die seitliche Literskala – zusammen mit dem Belüftungs-Schraubverschluss und dem Ablasshahn ein nützliches Hilfsmittel bei der Zubereitung von Ansätzen.
Laborkanister
Neben Laborballons und Lagerflaschen können größere Mengen flüssiger Chemikalien auch in Chemikalienkanistern abgefüllt werden. Die aus PP und HDPE gefertigten Kanister mit Fassungsvermögen von 5 bis 30 Litern komplettieren das Angebot an großvolumigen Laborbehältern. Aufgrund der dimensionsbedingten geringen Handlichkeit und des erhöhten Gewichts bei hohen Füllständen finden sich auch hier entsprechende Sicherheitshandgriffe. Kugelhähne als Zubehör sind optionale Komponenten.
Lagerkanister im Baukasten-System stellen dank ihrer Bauform ein besonders raumsparendes Lagerkonzept dar. Die aus PP gefertigten Lagerbehälter mit erhabener Literskala können aufgrund ihrer flachen, quadratischen Seitenwand platzsparend direkt nebeneinander gestellt werden. So lassen sich mehrere Kanister in einer „Batterie“ anordnen, sowohl stehend wie auch liegend. Weshalb der Behälter auch als „Raumsparkanister“ bezeichnet wird.
Antistatische Ausführungen
Sowohl beim Abfüllen als auch bei der Entnahme größerer Flüssigkeitsmengen darf die Gefahr elektrostatischer Entladungen (ESD, engl. für „electrostatic discharge“) nicht unterschätzt werden. Insbesondere beim Umgang mit brennbaren, leicht entzündlichen Lösungsmitteln, Kraftstoffen und anderen Medien, die explosible Atmosphären bilden, ist die Funkenbildung unbedingt zu vermeiden.
Beim Hantieren mit Kanistern und anderen Lagerflaschen besteht aufgrund der Eigenreibung des Mediums sowie dessen Reibung an der inneren Wandung die Gefahr der elektrostatischen Aufladung. Neben praktischen Sicherheitsvorkehrungen wie etwa niedrigen Fließgeschwindigkeiten beim Ein- und Ausgießen oder einer Befüllung ohne starkes Verspritzen im Inneren nah am Flüssigkeitsstand können auch auf der Materialseite entsprechende Präventionsmaßnahmen getroffen werden.
Stand: 08.12.2025
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So finden sich im Sortiment der RCT Reichelt Chemietechnik Baukastenkanister aus schwarzem, elektrisch leitfähigem HDPE, die speziell für den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen konzipiert wurden. Diese antistatischen Laborkanister besitzen aufgrund ihres geringen spezifischen Oberflächenwiderstands von unter 105 Ohm eine hohe Ableitfähigkeit und werden bei sachgemäßer Erdung den Anforderungen gleich mehrerer ATEX-Richtlinien gerecht. Mithilfe des optionalen Ablasshahns, ebenfalls antistatisch, können leicht entzündliche oder brennbare Flüssigkeiten (Explosionsgruppen IIA, IIB und IIC) nicht nur sicher gelagert, sondern auch bequem entnommen werden. Als Zubehör stehen ferner antistatische Schläuche sowie elektrisch leitfähige Schlauchverschraubungen zur Verfügung.