English China

Leuchtturmprojekt Wasserstoff: Neue Forschungsplattform Wave-2 eingeweiht

Quelle: Universität Stuttgart 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

An der Universität Stuttgart forschen Wissenschaftler an Wasserstofftechnologien für Industrie, Mobilität und Energiesysteme. Jetzt wurde der Wave-H2 Campus Vaihingen offiziell eingeweiht.

Wie kann Wasserstoff aus Ammoniak gewonnen werden? Daran forscht das Projekt „Ammonia2H2“(Bild:  Universität Stuttgart / Max Kovalenko)
Wie kann Wasserstoff aus Ammoniak gewonnen werden? Daran forscht das Projekt „Ammonia2H2“
(Bild: Universität Stuttgart / Max Kovalenko)

Grüner Stahl, Flugbenzin oder Energiespeicher: Wasserstoff spielt eine zentrale Rolle, um CO2 in schwer elektrifizierbaren Sektoren zu reduzieren. Dafür braucht es Forschung entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette: Die Wave-H2 Plattform der Universität Stuttgart erforscht ganzheitlich, wie Wasserstoff erzeugt, aufbereitet und transportiert sowie dezentral genutzt werden kann.

„Mit der Wave-H2 Plattform erhält die Universität Stuttgart eine hochkarätige Infrastruktur, die im Innovationsökosystem in Stuttgart und der Region einen wichtigen Beitrag zur zukunftsgerichteten Wasserstoffforschung leisten kann“, sagt Anna Steiger, Kanzlerin der Universität Stuttgart. „Wir sind stolz auf dieses Leuchtturmprojekt für die Entwicklung nachhaltiger Wasserstofftechnologien.“

Bildergalerie

Neue Lösungen für die Dekarbonisierung der Industrie

Wave-H2 soll mit seinen beiden Standorten in Stuttgart-Vaihingen und Freudenstadt neue Wasserstofftechnologien und deren Systemintegration in enger Anbindung an die industrielle Praxis erforschen. Experimenteller Kernstandort der Plattform ist Vaihingen. Am Standort Freudenstadt, der voraussichtlich im Sommer 2026 in Betrieb geht, können die erforschten Lösungen im industriellen Maßstab im System getestet werden.

„Mit unserer Plattform leisten wir auf regionaler, landes- und bundesweiter Ebene einen starken Beitrag zu innovativen und flexiblen Wasserstofflösungen und zur Dekarbonisierung der Industrie“, sagt Prof. Alexander Sauer, Direktor des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) und Projektleiter von Wave-H2. Prof. Kai Peter Birke, Lehrstuhlinhaber für Elektrische Energiespeichersysteme am Institut für Photovoltaik (ipv), betont den Stuttgarter Weg: „Wir freuen uns, interdisziplinär und eng mit unseren universitären Partnern an neuen Wasserstofftechnologien arbeiten zu können.“

Wasserstoffforschung von der Erzeugung bis zur Anwendung

Die Wissenschaftler am Wave-H2 Campus Vaihingen forschen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette und an Power-to-X-Technologien. Sie untersuchen unter anderem, wie Wasserstoff mittels Elektrolyse gewonnen und zu Gasen wie Methanol oder Ammoniak weiterverarbeitet werden kann. Dabei richten die Forschenden ein besonderes Augenmerk zum einen auf die Erzeugung von Ammoniak aus Wasserstoff und Stickstoff, zum anderen auf die Rückgewinnung von Wasserstoff aus Ammoniak. Ammoniak gilt als vielversprechendes Medium, um die Energie im Wasserstoff zu transportieren. Darüber hinaus ermöglicht ein Brennstoffzellen-Teststand die Forschung an der Umwandlung der chemischen Energie des Wasserstoffs in elektrische Energie und Wärme.

Weitere Forschungsprojekte am Wave-H2 Campus Vaihingen untersuchen unter anderem die Herstellung von Flugbenzin aus Biogas oder die Herstellung von Grundchemikalien, die aktuell noch auf fossile Ressourcen wie Erdöl angewiesen ist, mittels Pyrolyse von Abfällen.

(ID:50689420)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung