Diagnostik der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) FSME: Schnell übertragen – und dann?!
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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist die wichtigste und eine der häufigsten Ursachen für eine Meningitis oder Enzephalitis in Deutschland und Mitteleuropa. Je nach serologischer Konstellation kann die Diagnose einfach oder extrem aufwendig und komplex sein und in die Irre führen.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch das gleichnamige Virus verursachte Infektion. Ihr volkstümlicher Name lautet „Zeckenenzephalitis“ und weist auf die häufigste Form der Übertragung, durch Zeckenstich, hin. Als Überträger können der Holzbock (Ixodes ricinus) und seltener auch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) fungieren. Andere Zeckenarten spielen bisher in Mitteleuropa keine Rolle. In Nordosteuropa wird der sibirische Subtyp des FSME-Virus überwiegend durch die Taigazecke (Ixodes persulcatus) übertragen. Die FSME kommt in großen Teilen Nord-, Mittel- und Osteuropas vor. Nach West- und Südeuropa breitet sich das FSME-Virus weiter aus. Mittlerweile werden menschliche Erkrankungsfälle aus den Niederlanden, Belgien, England und Südfrankreich registriert. In Deutschland muss mittlerweile überall mit FSME-Infektionen gerechnet werden, allerdings mit unterschiedlicher Häufigkeit. Das Infektionsrisiko ist in den südlichen Bundesländern deutlich höher als in den nördlichen Bundesländern.
Damit stellt die FSME auch eine wichtige Differenzialdiagnose bei Meningitis und Enzephalitis dar. Klinisch bietet die FSME keine charakteristischen Merkmale, die sie von ZNS-Infektionen anderer Ursache unterscheiden würde. Daher basiert die Diagnose auf der virologisch-serologischen Diagnostik. Zum Verständnis der diagnostischen Möglichkeiten und auch diagnostischer Fallstricke sind Kenntnisse zur Virologie und zum Krankheitsverlauf der FSME-Erkrankung wichtig.
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