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Innovation Award Hochkarätige Produktentwicklungen auf der Achema ausgezeichnet

Redakteur: Marion Henig

Erstmalig zur Achema haben PROCESS, PharmaTEC und LaborPraxis gemeinsam den Innovation-Award verliehen. Gesucht wurden die innovativsten Apparate und Verfahren auf der Achema 2009. Wer ausgezeichnet wurde, erfahren Sie hier.

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Redaktionsdirektor und Publisher Print/Online lobte bei der Preisverleihung den hohen Innovationsgrad der eingereichten Bewerbungen zum Innovation Award 2009.
Redaktionsdirektor und Publisher Print/Online lobte bei der Preisverleihung den hohen Innovationsgrad der eingereichten Bewerbungen zum Innovation Award 2009.
( Archiv: Vogel Business Media )

Frankfurt – Rund 100 Achema-Aussteller hatten sich im Vorfeld der Messe um den Innovation Award beworben bei der Fachzeitschriftenfamilie PROCESS, PharmaTEC und LaborPraxis beworben. Die Gewinner der einzelnen Kategorien wurden am zweiten Messetag im Rahmen einer kleinen Feier bekanntgegeben.

Entscheidungskriterien für die Jury waren Innovationsgrad, Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Als Vorraussetzungen für die Nominierung galt: Die Innovationen sollen auf der Achema präsentiert werden und dürfen nicht älter als 12 Monate sein. Entwicklungsprojekte wurden nicht berücksichtigt, vielmehr müssen die neu entwickelten Komponenten und Systeme bereits käuflich zu erwerben sein.

Kategorie Pumpen/Kompressoren

In der Kategorie Pumpen/Kompressoren überzeigt die Jury die neuen Mehrphasenpumpen aus dem Hause Edur, die sich in ihren Eigenschaften deutlich von herkömmlichen Kreiselpumpen abheben. Der neue Ansatz besteht darin, die Pumpen nicht nur zum Fördern von Flüssigkeiten einzusetzen, sondern auch zur Teilgasförderung und zur Gasanreicherung als dynamischer Mischer. Im Vergleich zu Seitenkanalpumpen und Peripheralradpumpen haben die Mehrphasenpumpen einen besseren Wirkungsgrad bei größerer Leistung sowie einen deutlich größeren Kennlinienbereich.

Auf die Shortlist in der Kategorie Pumpen/Kompressoren kamen zudem KSB mit der Kreiselpumpe Microchem sowie Grundfos mit dem CR Monitor, einem Condition Monitoring System.

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Kategorie Labor- und Analysentechnik

Thermo Fisher Scientific erhielt in der Kategorie Labor- und Analysentechnik den begehrten Award. Das LC-MS Exactive wurde speziell für das Wirkstoff-Screening und Identifizierungsanwendungen konzipiert. Es bietet dem Benutzer die unternehmenseigene Orbitrap-Massenanalysetechnik, die einen deutlichen Sensitivitätszuwachs gegenüber herkömmlichen MS-Techniken verspricht. Besonders dieser Aspekt überzeugte die Jury. Außerdem bietet das Excative eine kleine Grundfläche im Verhältnis zur analytischen Leistung.

Auf die Shortlist wählte die Jury die Laborwaage Cubis von Sartorius sowie Uniplace, ein multiples Achssystem für die Laborautomation von Schunk.

Kategorie Armaturen/Dichtungen/Rohre/Schläuche/Fittings

In der Kategorie Armaturen/Dichtungen/Rohre/Schläuche/Fittings setzte sich ASV Stübbe mit dem Dosierkugelhahn Profi Prob durch. Als günstige Alternative zum Membranventil kann er im chemischen Anlagenbau, in der Wasseraufbereitung und in der galvanischen Industrie eingesetzt werden. Über eine proportionale Regelcharakteristik wird das Absperren und steuerbare Öffnen einer Rohrleitung realisiert. Die Durchflussmengenregelung bei einem gattungsgemäßen Kugelhahn wurde hier weiter verbessert.

In der engeren Wahl waren der Lumiglas-Ex-Motorantrieb von F.H. Papenmeier sowie das Probeentnahmesystem Deepflow der schweizerischen BIAR.

Kategorie Thermische Verfahren

Die Filterpresse der Strassburger Filter GmbH wurde in der Kategorie Thermische Verfahren ausgezeichnet. Ihr innovatives Produkt: die heisse Filterpresse. Sie kombiniert die Verfahrensschritte Filtration, Wäsche, Auspressen und Trocknen in einem Gerät. Durch den Einsatz einer beheizbaren Metallplatte gelang es den Entwicklern, die Trocknungszeiten um mehr als ein Drittel zu senken.

Ebenfalls als sehr innovativ wurden die Coflux Gaslined Batch Reactors von Pfaudler sowie der Krauss-Maffei Helixtrockner BD von KMPT eingestuft.

Kategorie Mechanische Verfahren (Mechanical Processing)

Mit Becopad überzeugte ein mineralfreies Filtermedium für die Tiefenfiltration. Das Produkt aus dem Hause Begerow kann mit einem Anwendungsspektrum von der Partikelreduktion bis hin zur entkeimenden Filtration äußerst flexibel eingesetzt werden. Auch erfüllt das Produkt mit einer Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent die Forderung der Jury nach Wirtschaftlichkeit.

Auf die Shortlist kam die Schüttgut-Austragshilfe ActiFlow von K-Tron. Das Gerät verhindert die Brückenbildung von schwer fließenden Schüttgütern, ohne das zu dosierenden Material zu berühren. Ebenfalls auf die Shortlist kam die Big-Bag-Befüllanlage in der OEB Klasse 4 von J. Engelsmann.

Kategorie Anlagenbau und Verfahren

Alfa Laval reichte den ART Plate Reactor Model 49 und wurde in der Kategorie Anlagenbau und Verfahren mit dem Innovation Award bedacht. Auf die Shortlist kam in dieser Kategorie ein Produkt: der Coflore Agitated Cell Reactor des englischen Unternehmens AM Technology.

Kategorie Pharmatechnik/Biotechnologie (Pharmaceutical Technology/Biotechnology)

Die Entwickler des Innojet Air Coater 150 von Innojet Herbert Hüttlin wurden mit dem Innovation Award in der Kateorie Pharmatechnik/Biotechnologie ausgezeichnet. Besonders überzeugte die Jury, dass mit dem Aircoater eine in der Pharmaproduktion seit langem etablierte Technik komplett neu definiert worden ist. Der Coater unterscheidet sich nicht nur optisch von konventionellen Trommelcoatern, sondern auch in der Funktionsweise.

Auf die Shortlist kamen L.B. Bohle Maschinen + Verfahren mit Easy Flow, einem kontinuierlichen Granulierer mit nachgeschaltetem Trockner sowie Uhlmann Pac-Systeme mit dem Integrated Bottle Center 200 (IBC 200).

Kategorie MSR-Technik/Prozessautomatisierung

Die Lighthouse Probe Technologie von J&M Analytik ist eine vollautomatisierte optische Methode, mit der Produktionsprozesse überwacht werden können. Das besondere an dieser Technologie, die mit zehn Patenten verbunden ist, ist die automatisierte Reinigung des verunreinigten Beobachtungsfensters zu jedem Zeitpunkt des Produktionsprozesses, ohne diesen wie bisher nötig unterbrechen zu müssen. Eine tolle Entwicklung, die die Jury mit dem Innovation Award belohnte.

Auf die Shortlist kamen Trebing & Himstedt mit Xepi 2, einem webbasierten Diagnosesystem für Profibus-Netzwerke und Bartec mit dem Produkt Antares, einer neuen Generation eines Remote I/O Systems für den explosionsgefährdeten Bereich.

Unbesetzt blieben die Kategorie Forschung & Entwicklung sowie der Sonderpreis Energieeffizienz.

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