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Laborüberwachung

Im EMBL wird die Luftqualität durch speziellen Service überwacht

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Alle Mitarbeiter der Wisag, die im EMBL vertreten sind, müssen eine spezielle Schulung in VDI 6022 (Hygieneanforderungen an Raumlufttechnische Anlagen und Geräte) absolvieren, da beispielsweise die Wartung und Reinigung der Raumlufttechnischen Anlagen ausschließlich unter speziellen Reinraumsituationen stattfinden können. „Die mikrobiologischen Konsequenzen der Versuche, die in den Räumen ablaufen, dürfen nicht beeinträchtigt werden. Unsere Mitarbeiter vor Ort arbeiten zum Teil in Räumen mit lebendigen Organismen, die nicht zu Schaden kommen dürfen“, erklärt Thorsten Ewert, Bereichsleiter Instandhaltung der Wisag Gebäude- und Industrieservice Süd-West. „Hinzu kommt eine vom Kunden durchgeführte Sicherheitsunterweisung: Das Grundlagenforschungsinstitut hat klar definierte Sicherheitsstandards. Ohne Sicherheitsunterweisung darf hier kein externes Unternehmen tätig werden!“

Die besondere Herausforderung der Tätigkeit liegt laut dem Bereichsleiter darin, die übergreifende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gewerke an einem Projekt zu realisieren und zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Alles muss nahtlos ineinandergreifen, der Kunde erwartet jederzeit einen professionellen Ablauf: Terminabsprachen müssen präzise eingehalten werden, jede noch so kleine Temperaturschwankung kann zu einer negativen Beeinträchtigung der Versuche führen.

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Tierlabore sind hochsensibel

„Die Luftqualität ist hier extrem wichtig“, betont Rainer Menzel, Head of Facility Management beim EMBL in Heidelberg. „Schwankungen der Raumluftqualität können unter Umständen wissenschaftliche Arbeit von mehreren Jahren zerstören. Die Auswirkungen solcher Schäden sind finanziell gar nicht zu ermessen. Hochsensibel sind insbesondere unsere Tierlabore, die u.a. Zuchtanlagen für Fische und Frösche, Klimakammern für Moskitos und Fruchtfliegen sowie Seewasseranlagen für Meereswürmer enthalten. Welcher Schaden hier angerichtet werden kann, mussten wir vor unserer Zusammenarbeit mit der Wisag einmal erleben, als ein Lüftungsbauer den Auftrag hatte, ein Außenluftgitter für die Fischzuluft zu montieren. Besonders wichtig war dabei, es nicht mit Silikon abzudichten, da dieses eine schädliche Säure enthält. Der damalige Lüftungsbauer benutzte entgegen des Auftrags trotzdem Silikon, die Säuredämpfe gelangten über die Zuluft in die Fischräume und lagerten sich im Wasser des Aquariums ab. Das fatale Ergebnis: 80 Prozent der Population verstarb, die Forschungsarbeit von mehreren Jahren war zerstört.“

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