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Partikelgrößenbestimmung

Kleine Teile, großer Geschmack: Partikelgrößenbestimmung bei Lebensmitteln

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Manchmal ist es auch sinnvoll, die Partikel „trocken“ zu messen. Bei der Größenbestimmung von Mehlpartikeln etwa, wird ein System verwendet, das die Partikel als trockenes Pulver durch den Strahlengang führt. Das Mehl wird zunächst angesaugt, dann mit Druckluft in den Strahlengang gesprüht, dispergiert und anschließend aus dem Gerät gesaugt. So lassen sich die Partikel in ihrer ursprünglichen Verwendungsform messen. Bei der Vermahlung von Getreide entstehen verschiedene Mahlprodukte die entsprechend ihrer Korngröße klassifiziert werden. So hat Mehl meist Partikelgrößen von <150 µm; Dunst (bis 300 µm) und Gries (bis 1 mm) hingegen sind gröbere Mahlfraktionen.

Partikelgröße entscheidet über Geschmack des Kaffees

Ein weiteres Beispiel ist Kaffeepulver: Je nachdem in welcher Form der Kaffee zubereitet werden soll, ist der Mahlgrad bzw. die Größe der Kaffeepartikel entscheidend für den Geschmack und die Bekömmlichkeit. Kleine Partikel erzeugen eine große Oberfläche und können den Kaffee bitter schmecken lassen. Ist das Kaffeepulver zu grob gemahlen, kann der Kaffee saurer schmecken. Während die Partikelgrößen von Kaffeemehl für einen Filterkaffee bei etwa 400 bis 600 µm liegen, wird für einen Espresso ein feineres Mehl mit einer Partikelgröße von etwa 200 bis 250 µm genutzt. Auch hier kann das Pulver zur Messung trocken dispergiert werden.

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Statische Laserbeugung auch für flüssige Partikel

Aber nicht nur für feste Stoffe sind Partikelgrößen eine wichtige Größe. Die statische Laserbeugung ermöglicht auch, flüssige Partikel (Tröpfchen) in Emulsionen zu messen. Beispiele dafür sind Milch oder Joghurt, deren kleine Fett-Tröpfchen gemessen werden, indem sie einfach in Wasser dispergiert werden.

Unbehandelte Milch neigt dazu „aufzurahmen“. Die Fett-Tröpfchen agglomerieren und schwimmen schließlich auf der Milchoberfläche. Um das Aufrahmen zu vermeiden, wird die Milch homogenisiert. Dabei werden die Fett-Tröpfchen derart zerkleinert, dass sie nicht mehr agglomerieren. Dies ist vor allem für die Weiterverarbeitung zu Käse oder Joghurt und deren Bekömmlichkeit von Bedeutung.

Alles in allem ist die statische Laserbeugung ein wertvolles Werkzeug für die Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie.

* S. Hupach: Shimadzu Deutschland GmbH, 47269 Duisburg

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