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Elektrisch leitfähiger Kunststoff Kunststoff mit hoher elektrischer Leitfähigkeit

Redakteur: Olaf Spörkel

Mit dem Werkstoff Ultraform N2320 C bringt BASF einen Kunststoff auf den Markt, der Kohlenstoffnanoröhrchen enthält und eine hohe elektrische Leitfähigkeit aufweist.

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Der von BASF entwickelte Kunststoff Ultraform N2320 C besteht aus Polyoxymethylen (POM), das durch die Kohlenstoffnanoröhrchen-Additive laut Unternehmensangaben über hohe elektrische Leitfähigkeit verfügt, ohne dass die Zähigkeit merklich abnimmt. Die erste Serienanwendung hat das Material bei Bosch in einem Kraftstofffiltergehäuse für den Audi A4 und A5 gefunden.

Durch die Art der Nanoröhrchen-Additive und ihre Einarbeitung hat das neue Ultraform seine POM-typischen Eigenschaften wie Zähigkeit, Maßhaltigkeit und das elastische Rückstellvermögen behalten. Darüber hinaus ist der Werkstoff laut Unternehmensangaben im Kontakt mit Kraftstoffen fester und kriechfester als herkömmliches POM und im Vergleich zu anderen leitfähigen Kunststoffen kostengünstig. Durch seine Abriebfestigkeit soll er sich auch für die Abläufe bei der Fertigung von (mikro-)elektronischen Bauteilen eignen, wo unter Reinraumbedingungen statische Aufladung verhindert werden muss und Staubfreiheit von besonderer Bedeutung ist. Das Material lässt sich Laserschweißen und im Spritzguss verarbeiten. Die Kohlenstoffnanoröhrchen sind fest in die Kunststoffmatrix eingebunden. BASF hat Ultraform N2320 C zusammen mit Bosch entwickelt und für die Anwendung optimiert.

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