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Eppendorf & Science Prize 2024 Forschung zu schützendem Hustenreflex prämiert

Quelle: Pressemitteilung Eppendorf 3 min Lesedauer

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Dieser Hustenreiz rettet leben: Wenn wir uns verschlucken sorgt ein natürlicher Reflex für ein starkes Husten. Welche Zellen hierfür verantwortlich sind, hat die amerikanische Wissenschaftlerin Laura Seeholzer aufgedeckt und dafür den Eppendorf & Science Prize 2024 erhalten.

Die amerikanische Wissenschaftlerin Laura Seeholzer, Ph.D., Postdoctoral Fellow an der University of California, San Francisco, USA(Bild:  Eppendorf)
Die amerikanische Wissenschaftlerin Laura Seeholzer, Ph.D., Postdoctoral Fellow an der University of California, San Francisco, USA
(Bild: Eppendorf)

Die amerikanische Wissenschaftlerin Laura Seeholzer von der University of California, San Francisco, hat den 2024 Eppendorf & Science Prize for Neurobiology erhalten. Sie wurde für ihre Arbeit zur Klärung der Rolle neuroendokriner Zellen bei Schutzreflexen der Atemwege ausgezeichnet.

„Laura Seeholzers Essay beschreibt brillant, wie sie eine Gruppe von neuroendokrinen Zellen des Kehlkopfs und der Luftröhre identifiziert hat, die unsere Atemwege schützen“, erklärt Dr. Peter Stern, Senior Editor der Zeitschrift Science und Vorsitzender der Preisjury. „Die Aktivierung dieser Zellen steuert Schutzreflexe der Atemwege durch Interaktion mit sensorischen Neuronen, die die Atemwege innervieren.“

Bislang unbeachtete Zellpopulationen unserer Atemwege

Ihre Arbeit fasst die Preisträgerin wie folgt zusammen: „Wasser, das in die ‚falsche Röhre‘ gelangt oder der Rückfluss von Magensäure in die Atemwege sind äußerst unangenehme Erfahrungen, die Schutzreflexe wie Husten, Würgen und Schlucken auslösen. Wir haben herausgefunden, dass ein seltener Zelltyp im Epithel der Atemwege, die so genannten neuroendokrinen (NE) Zellen, diese schädlichen Reize erkennen. Bei Stimulation setzen die NE-Zellen der Luftröhre und des Kehlkopfs einen spezifischen Neurotransmitter frei, der nahe gelegene sensorische Neuronen aktiviert, die dann Schutzreflexe wie Schlucken und Husten auslösen.“

NE-Zellen des Kehlkopfs und der Luftröhre sind wichtige, bisher unbeachtete Zellpopulationen, welche die Atemwege schützen. Seeholzer möchte herausfinden, ob eine Fehlsteuerung der NE-Zellen zu einer erhöhten Aspirationswahrscheinlichkeit im Alter oder bei Krankheiten beiträgt, bei denen kritische Atemwegsreflexe beeinträchtigt sind.

„Ich möchte Eppendorf und der Zeitschrift Science dafür danken, dass sie in den letzten zwei Jahrzehnten junge Wissenschaftler der Neurobiologie ausgezeichnet haben“, sagt Seeholzer. „Ich habe deren Arbeiten immer mit großem Interesse gelesen, und dass ich in diesem Jahr selbst als Gewinnerin ausgewählt wurde, ist eine der größten Überraschungen und eine große Ehre für meine noch junge Karriere.“

Weitere preiswürdige Forschung

Zwei Finalisten wurden ebenfalls ausgezeichnet. Zum einen Rosemary Cater von der australischen University of Queensland, Brisbane, für ihre Arbeit zum Nährstofftransport im Körper. Die Forscherin klärte die molekularen Details auf, wie die essentiellen Nährstoffe Cholin und Omega-3-Fettsäuren in das Gehirn transportiert werden

Und zum anderen Claudia Kathe von der Schweizer Universität Lausanne für ihre Arbeit zur Aufklärung der Rolle von neuronalen Zellpopulationen im Rückenmark bei der Wiederherstellung motorischer Funktionen.

„Eppendorf und die Zeitschrift Science verleihen diesen angesehenen Preis seit 2002. Seit seiner Einführung hat der Preis über 70 Gewinner und Finalisten ausgezeichnet, die zu führenden Wissenschaftlern auf ihrem Gebiet geworden sind“, sagte Dr. Axel Jahns, Vice President Corporate Citizenship & Governmental Affairs der Eppendorf SE. „Wir gratulieren den Preisträgern des Jahres 2024 zu ihren hervorragenden Leistungen.“

Der Eppendorf & Science Prize for Neurobiology

Mit dem jährlichen Eppendorf & Science Prize for Neurobiology werden Nachwuchswissenschaftler für ihre bahnbrechenden Forschungsarbeiten ausgezeichnet. Laura Seeholzer ist die 23. Gewinnerin dieses internationalen Preises, der gemeinsam von Eppendorf und dem Journal Science verliehen wird. Bewerben können sich Forscher, die 35 Jahre alt oder jünger sind und herausragende Beiträge zur neurobiologischen Forschung auf der Grundlage von Methoden der Molekular-, Zell-, System- oder organismischen Biologie geleistet haben. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 25.000 US-Dollar und wird mit seinem Aufsatz in Science veröffentlicht.

Die nächste Bewerbungsfrist endet am 15. Juni 2025. Mehr Informationen über die Preisträger und den Eppendorf & Science Prize for Neurobiology finden Sie unter www.eppendorf.com/prize.

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