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Reinstwasser

Lebenselixier Wasser: Reinstwasser für die Zellkultivierung

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Bei der mikroskopischen Untersuchung der Zellen in Spinnerflaschen mit RO-Wasser erschienen diese Zellen ungesund verglichen mit den Zellen die in Fertigmedium oder in Pulvermedium mit Reinstwasser angezogen wurden. Die Viabilität der Zellen in Spinnerflaschen mit RO-Wasser nahm rascher ab verglichen mit den Zellen, die in Fertigmedium oder in Pulvermedium mit Arium-Reinstwasser angesetzt wurden. Diese Abnahme wurde nicht beobachtet bei der Kultivierung der Zellen in T-Flaschen.

Die schnelle Abnahme der Viabilität der Zellen kann der Gegenwart von Endotoxinen und anorganischen Salzen im RO-Wasser zugeschrieben werden, die deren Wachstum und Viabilität beeinflussen. Diese ungünstigen Effekte von Endotoxinen oder anorganischen Salzen können nicht in statischen („Small-scale“) Kultivierungen wie z.B. in T-Flaschen beobachtet werden, da in diesem Falle das Wachstum durch die O2-Konzentration im Medium und nicht durch die Anwesenheit von Endotoxin oder anorganischen Salzen limitiert wird (in den T-Flaschen kann im Vergleich zu den Spinnerflaschen keine typische Wachstumskurve beobachtet werden). Diese Effekte können nur in Spinnerflaschen beobachtet werden, wo höhere Zelldichten vorkommen und O2 nicht limitierend wirkt. In Spinnerflaschen mit Pulvermedium in RO-Wasser führen höhere Konzentrationen an Endotoxinen und anorganischen Salzen zu einer Reduzierung des Wachstums (geringere Zelldichte und geringere Viabilität) verglichen mit Pulvermedium in Reinstwasser oder dem Fertigmedium (Kontrolle).

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Diese Ergebnisse wurden durch die Experimente zur Antikörperproduktion bestätigt. Die Antikörperproduktion (Mab Produktion) in Spinnerflaschen (s. Abb. 4) betrug bei den Zellen, die mit Pulvermedium in Reinstwasser angesetzt wurden, 0,84 mg/ml (Beispiel Tag 8). Sie ist damit höher als die Werte, die mit Zellen in Fertigmedium als Kontrolle (0,71 mg/ml Mab Produktion) oder mit Zellen, die in Pulvermedium in RO-Wasser angesetzt waren (0,42 mg/ml), erzielt wurden. Die Antikörperproduktion (Mab Produktion) in T-Flaschen wurde nicht gemessen, da die Mengen an Antikörpern zu gering waren, um vergleichende, statistisch zuverlässige Aussagen zuzulassen.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse belegen deutlich, dass dehydriertes Pulvermedium (CDM4PERMab-Medium), das in Arium pro UF-Reinstwasser rekonstituiert wurde, für die Zellkultivierung von PER.C6 EpCAM-Zelllinien geeignet ist und anstelle von kommerziell erwerblichen Fertigmedium verwendet werden kann.

Das Wachstumsverhalten der PER.C6 EpCAM-Zelllinien (in Pulvermedium, mit Arium-Reinstwasser angesetzt) ist vergleichbar mit dem von Zelllinien, die in CDM4PERMab-Fertigmedium (das als Kontrolle dient) kultiviert wurden. Darüber hinaus wurde ein verstärktes Wachstum der Zellen beobachtet, die mit Pulvermedium in Reinstwasser angesetzt waren, verglichen mit Zellen, die mit Pulvermedium in RO-Wasser rekonstituiert waren, wenn die Versuche in Spinnerflaschen durchgeführt wurden. In diesen Fällen kam es zu höheren Zelldichten und Sauerstoff stellte keinen limitierenden Faktor für das Wachstum dar. Die Schlussfolgerung war daher, dass höhere Konzentrationen an Endotoxinen und anorganischen Salzen in den Medien, die in RO-Wasser angesetzt wurden, die Ursache für das schlechtere Wachstum waren. Diese Ergebnisse wurden durch die Versuche zur Antikörperproduktion von Zelllinien in Spinnerflaschen bestätigt. Die Antikörperexpression (Mab Produktion) von PER.C6 EpCAM zeigte den höchsten Wert in den Proben, die mit Pulvermedium in Arium pro UF-Reinstwasser angesetzt wurden, gefolgt von dem Wert in Fertigmedium (Kontrolle). Im Gegensatz dazu war die Antikörperproduktion in den Ansätzen mit RO-Wasser erniedrigt.

Daraus wurde geschlossen, dass Reinstwasser von Arium pro UF hervorragend für die Zellkultivierung von PER.C6 EpCAM-Zelllinien geeignet ist, da es den Gehalt an Verunreinigungen wie anorganischen Ionen oder organischen Verbindungen minimiert und insbesondere die Konzentration an Endotoxinen extrem verringert, was kürzlich in anderen Versuchen zum Endotoxingehalt von Arium-Reinstwasser bestätigt wurde [4].

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