Mamorholz auf Bestellung (Wissenschaftsbild des Tages)
Die Zellmembran hat zahlreiche wichtige Aufgaben. Trotz ihrer zentralen Rolle ist sie auch sehr empfindlich und auf Proteine wie Vipp1 angewiesen, die Membranstrukturen schützen und bei Bedarf reparieren.
Wie genau der Mechanismus funktioniert, ist noch nicht vollständig verstanden. Dank der hochmodernen Kryo-Elektronenmikroskope am Jülicher Ernst-Ruska-Centrum haben Forscher nun jedoch neue Einblicke in die Interaktion zwischen Vipp1 und der Zellmembran gewonnen. Sie entdeckten, dass das Protein teppichartige Strukturen auf der Zellmembran ausbildet und sie damit stabilisiert. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler Ringkomplexe und Röhren aus Vipp1 gefüllt mit Membran, die möglicherweise beschädigte Membranbereiche „abschnüren“ oder aber auch zwei getrennte Membranen miteinander verbinden können.
Das Bild zeigt eine Kyro-EM-Aufnahme verschiedener Vipp1-Strukturen: teppichartige Strukturen („Carpets“), Ringkomplexe („Stacked Ring Assembly“) und Röhren („Type I / Type II Tubes“).
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Wissenschaftsbild des Tages vom 15.10.2024 (Bild: Forschungszentrum Jülich / Bendikt Junglas, Carsten Sachse)

