Mamorholz auf Bestellung (Wissenschaftsbild des Tages)
Milchtropfen im Wasser zu beobachten ist unmöglich, denn die Mehrfachstreuung des Lichts verhindert jeglichen Blick ins Innere. Forschende der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben erstmals die Dichteprofile opalisierender Tropfen – die normalerweise undurchsichtig sind – analysiert. Sie verwenden monochromatisches Licht, um die Anordnung der Partikel in kristallinen Tropfen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Kristalle mit einem komplexen Dichteprofil ausdehnen: Zunächst schnell und dann langsamer, wobei sie nicht gleichmäßig verteilt sind. Diese Methode könnte in Bereichen wie Materialwissenschaften und Farbindustrie Anwendung finden, da sie das Verständnis inhomogener Flüssigkeiten verbessert.
Das Bild zeigt die kolloidale Suspension direkt nach dem Eintropfen und fünf Sekunden später nach erfolgter Kristallisation: Es bildet sich ein kugelförmiger polykristalliner Ball, der ein faszinierendes Farbspiel zeigt, aber ansonsten undurchsichtig bleibt.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 17.10.2024 (Bild: Josefine von Puttkamer-Luerssen)

