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Gedächtnis Mit Schilddrüsenhormonen gegen Lernschwächen

Quelle: Pressemitteilung Universität Duisburg Essen Medizinischen Fakultät 1 min Lesedauer

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Schilddrüsenhormone wirken in vielen Zellen und sorgen unter anderem dafür, dass wir uns besser konzentrieren und leichter lernen. Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen untersuchen nun, wie sich mit diesen lebensnotwendigen Hormonen der Arbeitsspeicher unseres Gehirns beeinflussen lässt.

Schilddrüsenhormone sorgen unter anderem dafür, dass wir uns besser konzentrieren können. (Symbolbild)(Bild:  Dr_Microbe - stock.adobe.com)
Schilddrüsenhormone sorgen unter anderem dafür, dass wir uns besser konzentrieren können. (Symbolbild)
(Bild: Dr_Microbe - stock.adobe.com)

Schilddrüsenhormone sind echte Tausendsassa: Sie wirken in vielen Zellen und sorgen unter anderem dafür, dass wir uns besser konzentrieren und leichter lernen. Gibt es einen Mangel, kommt es zu Gedächtnisproblemen, Depressionen und Angst. Ein Team um den Biochemiker Dr. Steffen Mayerl von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen erforscht in einem neuen Projekt, wie sich mit diesen lebensnotwendigen Hormonen der Arbeitsspeicher unseres Gehirns beeinflussen lässt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschenden mit 246.300 Euro. Angesiedelt ist das Forschungsvorhaben an der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel des Universitätsklinikums Essen.

Das Gehirn braucht Schilddrüsenhormone zum Lernen

In der Schilddrüse werden wichtige Hormone wie Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) produziert. Mittels spezieller Transporter gelangen sie ins Zellinnere und regulieren als Botenstoffe den Stoffwechsel und die Funktionstüchtigkeit aller Organe. Das Team um Dr. Mayerl interessiert vor allem ihre Wirkung auf das Gehirn von Erwachsenen. Neu ist dabei ihr Fokus auf die Schilddrüsenhormone (SDH). „Im Hippocampus, dem lernenden Gehirn, können lebenslang neue Nervenzellen gebildet werden – fehlen die SDH, funktioniert unser Gedächtnis nicht mehr so gut“, sagt der Wissenschaftler.

Neuroplastizität medikamentös fördern

Zunächst werden die Forschenden darstellen, welchen Weg die Schilddrüsenhormone nehmen, um ihn dann gezielt zu blockieren. „Wenn wir diese Prozesse verstehen, können wir positiv eingreifen und helfende Substanzen entwickeln, die schließlich die Neuroplastizität fördern, also die Anpassungsfähigkeit unseres Gehirns“, ergänzt Dr. Steffen Mayerl. Dadurch könnten sich Menschen, die unter einem Mangel an Schilddrüsenhormon leiden, auch im Alter noch Neues merken.

Das DFG-geförderte Projekt heißt „Schilddrüsenhormon-abhängige Regulation der adulten hippokampalen Neurogenese“. Das dreijährige Projekt startet am 1. Juli 2025.

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