Mitochondrien und Mikrozephalie (Wissenschaftsbild des Tages)
Forscher des Institute for Research in Biomedicine in Barcelona haben den zellulären Mechanismus identifiziert, der erklärt, warum bestimmte Fehler bei der Chromosomenteilung zu Mikrozephalie führen können – einem Zustand, bei dem sich das Gehirn zu einer unterdurchschnittlichen Größe entwickelt. Die Studie konzentriert sich auf eine seltene Krankheit namens Mosaic Variegated Aneuploidy MVA.
Um den Ursprung dieser Symptome zu untersuchen, nutzte das Team die Fruchtfliege als Modell. Bei Fliegen wie beim Menschen entsteht das Gehirn aus neuralen Stammzellen, die sich teilen und Neuronen sowie Gliazellen bilden. Durch die Elimination von Genen, die für die korrekte Verteilung der Chromosomen in diesen Stammzellen verantwortlich sind, gelang es den Forschern, die bei Patienten beobachtete Mikrozephalie zu reproduzieren. Im Bild zu sehen sind neurale Stammzellen (in Rot) und ihr mitochondriales Netzwerk (in Grün). Die Studie deckt auf: Defekte Mitochondrien, die nicht entsorgt werden, stören die Zellteilung und können Mikrozephalie verursachen
Hier gehts zur Originalmeldung
Wissenschaftsbild des Tages vom 2.4.2026 (Bild: IRB Barcelona)

