Mitochondrien und Mikrozephalie (Wissenschaftsbild des Tages)
Wie alt ist unsere Schrift? Tatsächlich ritzten unsere frühen Vorfahren schon vor rund 40.000 Jahren Zeichen in Werkzeuge und Skulpturen. Diese Zeichenabfolgen weisen die gleiche Komplexität und Informationsdichte auf wie die früheste Proto-Keilschrift um 3.000 vor Christus – also zehntausende Jahre später. Dies fanden der Sprachforscher Christian Bentz von der Universität des Saarlandes und die Archäologin Ewa Dutkiewicz vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin heraus.
Über 3.000 Zeichen auf 260 Objekten untersuchte das Team mit Computermethoden und kam so der DNA der Schrift auf die Spur.
Das Bild zeigt links den sogenannten „Adorant“ aus der Geißenklösterle Höhle. Er ist rund 40.000 Jahre alt. Es handelt sich um eine kleine Elfenbeinplatte mit einer anthropomorphen Figur und mehreren Reihen von Kerben und Punkten. Die Anordnung dieser Markierungen lässt auf ein Notationssystem schließen, insbesondere die Reihen von Punkten auf der Rückseite der Platte.
Rechts zu sehen ist die Proto-Keilschrifttafel aus der Uruk IV Periode (VAT 14774), etwa 3350 bis 3200 Jahre alt. Sie zeigt auf der linken Seite Zahlzeichen und auf der rechten Seite vielfältigere Ideogramme. Zusätzlich ist die Tafel durch eine horizontale Linie unterteilt.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 12.3.2026
Bildquelle: Landesmuseum Württemberg / Hendrik Zwietasch: Adorant (CC BY 4.0)
Bildquelle: Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum / Olaf M. Tesmer: Proto-Keilschrifttafel (CC BY-SA 4.0) (Bild: Landesmuseum Württemberg, Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum)

