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Umweltforschung an Küstenlinien und Süßwassersystemen Wissenschaft auf den Weg gebracht: Mit mobilen Laboren in die Welt

Quelle: Pressemitteilung Klaus Tschira Stiftung 2 min Lesedauer

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Forschung vor Ort: Das ist die Idee hinter einem Projekt des Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie. Mit mobilen Laboren analysieren Wissenschaftler die Ökosysteme direkt an der Küstenlinie. Dies bringt neue Entdeckungen und internationale Kooperationen.

Die mobilen Labore auf Rädern auf dem Weg nach Athen.(Bild:  EMBL)
Die mobilen Labore auf Rädern auf dem Weg nach Athen.
(Bild: EMBL)

Keine Frage: unser Planet steckt mitten in einer globalen Umweltkrise und besonders das mikrobielle Leben leidet darunter. Die vielfältigen Mikroorganismen sind unverzichtbar für das Gleichgewicht der Natur. Am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) reagiert man auf diese Herausforderung mit der Initiierung eines ersten, groß angelegten Pionierprojekts namens Traversing European Coastlines (TREC). Der Plan: Mobile Labore sollen auf wissenschaftlichen Expeditionen in ganz Europa Süßwasserökosysteme und deren Belastungen durch den Menschen erforschen. Gefördert wird das Unterfangen durch die Klaus-Tschira-Stiftung.

Mit dem mobilen Labor an europäischen Gewässern

Die TREC-Initiative begann mit einer Reise zu Probenahmestellen entlang der europäischen Küsten, um die Biodiversität und molekulare Anpassungsfähigkeit mikrobieller Gemeinschaften sowie ausgewählter Organismen zu untersuchen. Ziel der Forscher war es dabei, besser zu verstehen, wie sich Umweltveränderungen auf Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen auswirken – bis auf die Zell- und Molekülebene.

Dank der Unterstützung durch die Klaus-Tschira-Stiftung nehmen die mobilen Labore nun in ganz Europa als nächsten Schritt die Süßwasserökosysteme in den Fokus. Das markiert den Übergang in eine neue Phase wissenschaftlicher Entdeckungen mit globaler Wirkung. Durch die Förderung öffnen sich damit Türen zu bisher unerforschten Ökosystemen und neuen Forschungsfeldern.

Aufbau eines globalen Rahmens für Umweltforschung

Die Grundprinzipien von TREC – offene Daten, standardisierte Protokolle und gemeinsame Analyseansätze – werden nun auch in weiteren Ländern und sogar auf anderen Kontinenten übernommen. „Wir tragen so zum Aufbau eines wirklich globalen Rahmens für Umweltforschung bei“, sagt Paola Bertucci, Leiterin der EMBL-Forschungsexpeditionen. „Diese Bemühungen bringen die Wissenschaft nicht nur voran, sondern machen sie auch kooperativer, zugänglicher und weltweit relevanter.“

Eine EMBL Wissenschaftlerin konserviert die Proben im Inneren eines der mobilen Labore.(Bild:  EMBL)
Eine EMBL Wissenschaftlerin konserviert die Proben im Inneren eines der mobilen Labore.
(Bild: EMBL)

Um die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf Ökosysteme bestmöglich zu untersuchen, bringen die Mobile Laboratories des EMBL Spitzentechnologie direkt ins Feld. Die Mobilität der Expedition war ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Erforschung von Lebensgemeinschaften und wird nun durch ein neues mobiles Labor zur Analyse von Wasserproben vor Ort erweitert.

„Mikrobielle Ökosysteme stehen unter zunehmendem Druck durch menschliche Aktivitäten, doch wir leben auch in einem goldenen Zeitalter der Entdeckungen“, sagt Niko Leisch, Leiter der mobilen Labordienste des EMBL. „Indem wir modernste Technologien direkt ins Feld bringen, haben wir beispiellose Möglichkeiten, diese lebenswichtigen Gemeinschaften zu verstehen und zu erforschen, wie sie sich an eine sich wandelnde Welt anpassen.“

Die Wissenschaftler sind nun in der Lage, den Umfang ihrer mobilen Labore erweitern und neue wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in den natürlichen Lebensräumen der jeweiligen Ökosysteme zu gewinnen.

Eine neue Wissenschaftsbewegung?

Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert das EMBL dabei, Süßwasserökosysteme in ganz Europa zu erforschen. (Bild:  EMBL)
Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert das EMBL dabei, Süßwasserökosysteme in ganz Europa zu erforschen.
(Bild: EMBL)

Die Zahl der Forschenden, die EMBLs mobile Dienste in ganz Europa nutzen, wächst stetig. Gleichzeitig werden die erzeugten offenen Datensätze zu einer wichtigen Ressource für die Wissenschaft weltweit. Zudem sorgt die Unterstützung in den Bereichen Logistik, Reisen und Wissenschaftsvermittlung dafür, dass neue Generationen in Europa und darüber hinaus für Wissenschaft und Wissen begeistert werden.

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