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Pharma-Management Moderna plant für Nach-Corona: Unternehmen nimmt 15 Krankheitserreger ins Visier

Von Dominik Stephan

Mit dem Erfolg des mRNA-Impfstoffes gegen Covid-19 soll es nicht getan sein: Jetzt nimmt Moderna 15 Krankheitserreger, die von WHO und CEPI als größtes Risiko für die öffentliche Gesundheit identifiziert wurden, ins Visier. Klinische Studien sind bis 2025 geplant.

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Moderna gründet mRNA-Access: eine neue Kooperation, die es Forschern auf der ganzen Welt ermöglicht, die mRNA-Technologieplattform von Moderna zu nutzen, um in ihren eigenen Labors an neuen und vernachlässigten Infektionskrankheiten zu forschen.
Moderna gründet mRNA-Access: eine neue Kooperation, die es Forschern auf der ganzen Welt ermöglicht, die mRNA-Technologieplattform von Moderna zu nutzen, um in ihren eigenen Labors an neuen und vernachlässigten Infektionskrankheiten zu forschen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Cambridge, Massachusetts/USA – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Mit einem neuen globalen Programm will sich Moderna bis 2025 mit den 15 nach Einschätzung der WHO gefährlichsten Erregern befassen und sich für zukünftige Pandemien wappnen. Die Firma habe ein Jahrzehnt lang ihre mRNA-Plattform weiterentwickelt, um das Tempo und den Erfolg von mRNA-Medikamenten zu beschleunigen, hieß es. Damit sei das Unternehmen hervorragend für eine schnelle Reaktion auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definierte so genannte Disease X aufgestellt – einem Erreger als Grund für eine schwere internationale Epidemie, von dem derzeit nicht bekannt ist, dass er menschliche Krankheiten verursacht.

„Trotz der raschen Entwicklung unseres Covid-19-Impfstoffs und der erheblichen Anstrengungen, die wir unternommen haben, um die Produktion zu steigern, hat die Pandemie verheerende Folgen für die Menschen. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass die Covid-19-Pandemie die letzte Pandemie sein wird, die die globale Gesundheit beeinträchtigt. Durch kooperative Forschung und Entwicklung widmen wir uns der Suche nach innovativen Impfstofflösungen zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die das größte Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen“, sagte Stéphane Bancel, Chief Executive Officer von Moderna.

Die frühen klinischen Programme des Unternehmens gegen die pandemische Grippe, Chikungunya und Zika sind Ausdruck eines langjährigen Engagements für die Pandemievorsorge und die globale Gesundheit. Zu Beginn des Jahres 2020 begann Moderna mit der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2. 11 Monate später, nach erwiesener klinischer Sicherheit und Wirksamkeit, wurde der Covid-19-Impfstoff von Moderna zugelassen, und Hunderte von Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben den Impfstoff inzwischen erhalten, erklären Firmensprecher.

Jetzt hat sich das Unternehmen verpflichtet, ein Portfolio von 15 Impfstoffprogrammen gegen neu auftretende oder vernachlässigte Infektionskrankheiten bis 2025 in klinische Studien zu überführen, die Entwicklung von Impfstoffen gegen aktuelle Krankheiten, die für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen von großer Bedeutung sind, voranzutreiben, sowie Impfstoffe zu entwickeln, die auf Disease X vorbereiten. Dazu gehören das Chikungunya-Virus, Covid-19, das Hämorrhagische Krim-Kongo-Fieber, Dengue, die Ebola-Virus-Krankheit, HIV, Malaria, die Marburg-Virus-Krankheit, das Lassa-Fieber, das Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV), das Nipah-Virus und Henipaviren, das Rift-Valley-Fieber, das schwere Fieber mit Thrombozytopenie-Synd

rom, Tuberkulose und das Zika-Virus.

Um die potenzielle Wirkung von mRNA-Impfstoffen weiter auszubauen, soll darüber hinaus das mRNA-Access-Programm präklinische Produktionskapazitäten sowie Forschungs- und Entwicklungskompetenz von Moderna für globale Partner öffnen, um gemeinsam die Möglichkeiten von mRNA zur Bekämpfung der weltweit größten Bedrohungen einzusetzen. Im Rahmen des Programms sind Forscher an Partnereinrichtungen eingeladen, die Vorteile der mRNA-Plattform von Moderna zu nutzen, um mRNA-Medikamente für bestehende vernachlässigte Krankheiten zu entwickeln. Diese Programme werden den Early Development Engine von Moderna nutzen, um die Entwicklung von Impfstoffen bis zu den klinischen Studien zu beschleunigen. mRNA Access wird es Wissenschaftlern auf der ganzen Welt auch ermöglichen, neue Impfstoffkonzepte gegen Prototyp-Virenfamilien zur Vorbereitung auf die Disease X zu erforschen.

„Seit unseren Anfängen haben wir uns auf die Entwicklung eines Impfstoffprogramms für die globale Gesundheit konzentriert. Heute erneuern wir diesen Schwerpunkt, indem wir unsere Arbeit auf die Entwicklung von Impfstoffen gegen vorrangige Krankheitserreger, die die globale Gesundheit bedrohen, ausweiten“, erklärt Bancel. „Zudem starten wir unser neues Programm mRNA Access, um eine Gemeinschaft globaler Wissenschaftler zu schaffen, die von überall auf der Welt Zugang zu unserer mRNA-Impfstofftechnologie haben.“

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