Nach drei ereignisreichen Messetagen schloss die Labvolution 2023 am Donnerstag ihre Tore. Aussteller, Besucher:innen sowie die Deutsche Messe AG ziehen ein positives Fazit. Die Fachmesse konnte erneut beweisen, dass am digital-vernetzten Labor kein Weg vorbeiführt.
Auf der Labvolution 2023 omnipräsent war das Thema Nachhaltigkeit.
(Bild: Deutsche Messe AG)
Während der europäischen Fachmesse trafen rund 3.000 Fachbesucher:innen auf mehr als 180 Aussteller, die dem interessierten Publikum ihre Lösungen für smarte und nachhaltige Labore präsentierten. Digitalisierung, KI sowie die Automatisierung und Vernetzung von Labor-Workflows prägten die diesjährige Ausgabe. Dies wurde v. a. durch zwei wiederkehrende Elemente auf den Ständen deutlich: Roboter und Displays.
Digitalisierung, KI sowie die Automatisierung und Vernetzung von Labor-Workflows prägten die diesjährige Labvolution.
(Bild: Deutsche Messe AG)
In der Halle 19/20 herrschte in diesem Jahr eine ganz besondere Aufbruchsstimmung“, sagte Carola Triebsch, Project Director der Labvolution. „Aussteller und Besucher:innen waren gleichermaßen erfreut nach vier Jahren pandemiebedingter Zwangspause endlich wieder auf der Labvolution zusammenzukommen und sich vor Ort persönlich über Trends und Innovationen auszutauschen.“ Für Marion Kunze, Biologisch Technische Assistentin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, war die Teilnahme an der Labvolution selbstverständlich: „Ich besuche die Messe, weil ich im Labor arbeite, ganz klar! Hier lerne ich Innovationen kennen, sehe immer neue Sachen und kann Kontakte zu den Herstellern knüpfen.“
Viele Fachgespräche führte auch das Team um Lothar Finster, Vice President Growth and Digital Marketing EMEA bei Labvantage: „Wir waren zum ersten Mal auf der Labvolution – die Themen der Messe passen ganz gut zu uns. Wir fühlen uns in unserer Entscheidung hier zu sein, bestätigt.“
Die LABORPRAXIS-Redaktion war auch vor Ort auf der Labvolution. Ein kurzes Impressionsvideo vom ersten Messetag finden Sie hier eingebettet:
Der erste LAB Sustainability Summit stellte praxisnahe Lösungsansätze für eine nachhaltigere Laborwelt vor.
(Bild: Deutsche Messe AG)
Ebenfalls omnipräsent war das Thema Nachhaltigkeit: Von nachhaltigen Produkten aus Biopolymeren über die Reduktion toxischer Substanzen im Chemielabor bis hin zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie – der erste LAB Sustainability Summit stellte praxisnahe Lösungsansätze für eine nachhaltigere Laborwelt vor. Rund ein Drittel der Besucher:innen nahm an Vorträgen zum Thema Nachhaltigkeit in den Life Sciences und im Labor teil. „Ich freue mich, dass der Summit so viel Zuspruch erhalten hat. Wir haben während der drei Tage tolle Diskussionen geführt und viele Fragen zum Thema erhalten“, verriet Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt von der NIUB-Nachhaltigkeitsberatung.
Vernetzung im Mittelpunkt des smartLAB 2023
Publikumsmagnet und Highlight der LABVOLUTION war in seiner bereits vierten Auflage smartLAB. Von Beginn an war die Fläche des Gemeinschaftsprojekts von 15 Partnern aus Industrie und Wissenschaft gut besucht – mehr als jede*r zweite Teilnehmer*in informierten sich im innovativen Zukunftslabor. Neben Vorträgen und live Demonstrationen der Use-Cases konnten Fachbesucher die einzelnen Elemente des smartLAB auch selbst ausprobieren.
Das smartLAB – Publikumsmagnet und Highlight der Labvolution, in diesem Jahr bereits in seiner vierten Auflage
(Bild: Deutsche Messe AG)
„Aktuell bestehen Laborinfrastrukturen aus vielen hochspezialisierten Geräten diverser Hersteller“, berichtete Dr. Felix Lenk, Geschäftsführer von Smartlab Solutions. Unterschiedliche Schnittstellen und Datenformate erschweren es, diese Geräte miteinander zu verbinden, oder sie in bestehende IT-Infrastrukturen zu integrieren. „Im smartLAB zeigen wir in fünf bisher einzigartigen Anwendungen, wie Geräte und Software von verschiedenen Unternehmen gemeinsam als vernetzte Einheit genutzt werden können“, so Dr. Lenk.
Fachbesucher konnten die einzelnen Elemente des smartLAB auch selbst ausprobieren.
(Bild: Deutsche Messe AG)
Die gezeigten Lösungen fanden bei den Besucher:innen großen Anklang. Dr. Jan-Gerd Frerichs, Head of Future Farming bei Körber Technologies, kennt das smartLAB bereits seit seiner ersten Auflage in 2015. „Damals war es nur eine fixe Idee, Laborteile mit einem auf Hexagonen aufgebauten System zu verbinden“, erinnerte sich Dr. Frerichs. „Heute wird das iHex-System tatsächlich kommerziell vermarktet – das beweist, Lösungen, die im smartLAB gezeigt werden, werden langfristig Wirklichkeit.“
Wegweisende Technologien feiern Premiere
Rund 3.000 Fachbesucher:innen informierten sich über aktuelle und wegweisende Themen der Branche.
(Bild: Deutsche Messe AG)
In diesem Jahr nutzten diverse Aussteller die Fachmesse für die Einführung neuester Technologien und Services. So feierte u. a. Genedirex die Premiere seines μBLooK-LED-Transilluminators und auch Curiosis Inc. präsentierte sein neues Live-Cell-Imaging-System Celloger Mini Plus erstmalig vor Publikum. Der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analytik und Medizintechnik Spectaris nutzte den zweiten Messetag zur Einführung des neuen Kommunikationsstandards LADS (Laboratory & Analytical Device Standard), welcher auf der offenen Kommunikationsplattform OPC UA basiert. „Das Ziel von LADS ist es, einen herstellerunabhängigen, offenen Standard für Analyse- und Laborgeräte zu schaffen, der die unterschiedlichen Segmente der Labortechnik-Branche und ihre individuellen Arbeitsabläufe umfassend abbildet“, erklärte Dr. Janina Bolling, Leiterin der Abteilung Analytik, Bio- und Labortechnik bei SPECTARIS.
Stand: 08.12.2025
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Die ganze Welt des intelligenten Labors
Einen weiteren Mehrwert schaffte das umfangreiche Rahmenprogramm. Mit insgesamt mehr als 100 Vorträgen, Workshops und Panel-Diskussionen hatten die Besucher ein breites Spektrum an relevanten Themen, zu denen sie sich informieren konnten – sowohl aus dem Bereich Wissenschaft als auch aus der Industrie. Das neue Industry Forum informierte zu aktuellen Themen aus den Life Sciences. Besonders nachgefragt war die Vortragsreihe zu Genome Editing. Aber auch in den etablierten Formaten wie der LIMS & Software Area und dem Labuser Dialogue herrschte reges Interesse an Wissenstransfer und Networking. Mit neuen Events kam letzterem in diesem Jahr besondere Bedeutung zu. Ob LAB Happy Hour oder After Work Party – die Community nutzte die Zeit, um sich in lockerer Atmosphäre intensiv auszutauschen.
Und schließlich hatte die Labvolution auch zwei Sieger:innen. Das Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V. (IUTA) und das Start-up Green Elephant gewannen den zweiten Labvolution Award.
Die nächste Labvolution findet vom 20. bis 22. Mai 2025 auf dem Messegelände Hannover statt.