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Chemische Recyclingkonzepte für Kunststoffe
Neue Materialien für das Recycling von morgen

Das Gespräch führte Dr. Ilka Ottleben 5 min Lesedauer

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Forschende der Universität Bayreuth entwickeln u. a. neuartige Polymere, die sich nachhaltiger recyceln lassen sollen sowie neue Abfallaufbereitungskonzepte. Jun.-Prof. Dr. Alex Plajer erklärt wie.

 Jun.-Prof. Dr. Alex Plajer, Universität Bayreuth(Bild:  Universität Bayreuth)
Jun.-Prof. Dr. Alex Plajer, Universität Bayreuth
(Bild: Universität Bayreuth)

Herr Dr. Plajer, Sie und Ihr Team an der Universität Bayreuth forschen an neuartigen Recyclingkonzepten für Kunststoffe. Welche Materialien haben Sie hierbei genauer untersucht?

Jun. -Prof. Dr. Alex Plajer: Wir behandeln Materialien, die sich aus klassischen Polyestern und Polycarbonaten ableiten und versuchen anhand dieser Recyclingkonzepte zu entwickeln. Im Speziellen geht es aber um die Entwicklung neuartiger Materialien. Dabei modifizieren wir nicht etwa z. B. PET in irgendeiner Form, sondern wir entwickeln neuartige Polymer-Strukturen, bei denen chemisches Recycling, also die Umwandlung von diesen Kunststoffen in andere Grundstoffe erleichtert wird. Ein anderes Augenmerk unserer Forschung liegt auf der Polymerisationskatalyse, also denjenigen Prozessen, die die Synthese der neuartigen Polymer- und Kunststoffstrukturen, welche wir entwickeln, erleichtern. Hier geht es unter anderem um sehr fundamentale Fragen, z. B. wie der Einbau von Schwefel in die Polymerhauptkette und in die Monomere die Polymerisationskatalyse verändert und wie man den Katalysator anpassen muss, um den Prozess effizient zu gestalten.