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Gefahrstoffzeichen Neue Warnzeichen für gefährliche Chemikalien im Haushalt

Redakteur: Doris Popp

Endverbraucher werden künftig neue Gefahrstoffzeichen - Symbole auf weißem Hintergrund mit rotem Rahmen - auf ihren Produkten finden. Diese werden die bekannten orangefarbenen Quadrate ersetzen.

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Die neuen Gefahrstoffzeichen ersetzen die bekannten orangefarbenen Quadrate.
Die neuen Gefahrstoffzeichen ersetzen die bekannten orangefarbenen Quadrate.
(Bild: obs/TÜV Rheinland AG)

Köln - Hintergrund für die Veränderung ist die EU-Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von reinen Chemikalien, die mit unterschiedlichen Übergangsfristen für alle Substanzen bis Mitte 2015 umgesetzt werden muss.

Peter Bruckhaus, Gefahrstoff-Experte von TÜV Rheinland rät: „Jeder sollte sich mit der neuen Kennzeichnung der Gefahrstoffe vertraut machen, um einen unsachgemäßen Umgang mit gesundheitsschädlichen und gegebenenfalls auch mit giftigen Substanzen auszuschließen.“ Denn völlig neue Kennzeichen ersetzen beispielsweise die Warnzeichen mit dem Andreaskreuz (Xn und Xi), die auf reizende und gesundheitsschädliche Gefahrstoffe hinweisen. Ein einziges Symbol (Oberkörper hinter einem Stern) wird sie zukünftig ersetzen. Es bedeutet: sehr schwere Gesundheitsschäden mit verzögert einsetzendem Verlauf. Bezeichnungen wie „giftig“, „reizend“ oder „hochentzündlich“ weichen den Signalworten „Gefahr" oder "Achtung“.

Die Liste der Gefahrstoffe ist lang: Allein das TÜV Rheinland Online-Gefahrstoffmanagement-System TOGs beinhaltet rund 20 000 Substanzen, darunter 2300 Reinigungsmittel, knapp 900 Klebstoffe und 760 Lösemittel. Viele Menschen haben mit diesen Produkten am Arbeitsplatz zu tun. Sie werden dort von ihrem Arbeitgeber über die Gefahren aufgeklärt und erfahren, welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. „Im täglichen Leben begegnen uns Gefahrstoffe, ohne dass wir uns Gedanken über deren Schädlichkeit machen“, so der Experte.

Der Felgenreiniger für das Auto ist ein Beispiel: „Bei der Verwendung im gewerblichen Bereich ist das Tragen von Schutzbrille und Schutzhandschuhen vorgeschrieben. Wer aber trägt zu Hause beim Reinigen der Autofelgen entsprechende Schutzkleidung? Dabei wäre das geraten“, sagt Bruckhaus.

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