Tomographie und Diffraktometrie vereint PANalytical erweitert die Röntgendiffraktometrie (XRD) um eine neue Dimension
Häufig genug ist nicht die raue Schale sondern der weiche Kern von Interesse, aber auch Lunker, Poren oder Einschlüsse wollen zerstörungsfei entdeckt werden. Dieses Ziel deutlich schneller und genauer erreichen zu können ist Panalytical mit der Kombination von Tomographie und Diffraktometrie auf der Spur.
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München - Wenn an einem Stand auf der Analytica Menschen lustige, zweifarbige Brillen tragen und gebannt auf einen Bildschirm schauen, dann ist Dr. Thorbjörn Schönbeck nicht weit. Er arbeitet als Business Manager im Bereich der Diffraktometer und Tomographen - und genau diese Kombination ist es, um die es auch Stand seiner Firma Panalytical geht. Bereits auf der Pittcon und jetzt in München führt das Unternehmen einen neuen Detektor ein und erweitert so die Röntgendiffraktometrie (XRD) um eine neue Dimension. Das Produkt mit Namen PIXcel3D steht als Bestandteil des neuen Hochleistungs-Diffraktometers Empyrean zur Verfügung. „Mit dem PIXcel3D hat es PANalytical geschafft, ein Universalsystem zu entwickeln, das in einem Gerät Beugungsmessungen an Pulvern, dünnen Filmen, Nanomaterialien und Feststoffen erlaubt, ohne dabei Kompromisse bei der Datenqualität einzugehen.“ erläutert Schönbeck die wesentlichen Neuigkeiten.
Materialprüfung mit der Kombination aus Tomographie und Diffraktometrie
Der PIXcel3D-Detektor ist das Ergebnis der exklusiven Beteiligung von PANalytical an der Medipix2 Collaboration – einem Konsortium von mehr als 16 führenden Forschungsinstituten im Bereich Teilchenphysik in Europa unter dem Vorsitz von CERN. Dazu Dr. Martijn Fransen, Product Marketing Manager XRD: „Wir sind sehr stolz darauf, als kommerzieller Partner bei Medipix2 mitzumachen. PANalytical hat langjährige Erfahrung im Bereich Innovationen vorzuweisen, und dank dieser Vereinigung werden wir auch in Zukunft auf dem Gebiet der Detektortechnologie führend sein.“ Beiden Experten ist es wichtig zu betonen, das sich das neue Gerät für sehr viele Anwendungen anbietet. Als Testobjekt für die Vorführung musste erst einmal eine Haselnuss herhalten und über die Röntgen-Strahlen Informationen über ihr Inneres verraten. Künftig sind jedoch vielfältige Anwedungen bei der Materialprüfung, Rohstoff-Kontrolle oder Korngrößen-Analyse denkbar.
Von 0D bis 3D prüfen
Laut Schönbeck stellt der Detektor als einziger vier Modi zur Verfügung: Im 0D-Modus ist er ein Punktdetektor mit hohem Dynamikbereich, im 1D-Modus ist er ein Streifendetektor mit hohem Dynamikbereich und kleiner Kanalbreite. Im 2D-Modus ist er ein Flächendetektor mit kleinsten Pixeln, einem hohen Dynamikbereich pro Pixel sowie einer eigenständigen Ereignisregistrierung
(keine Punktverteilungsfunktion) und verfüge damit über die höchste Auflösung aller 2-D-XRD-Detektoren, so Schönbeck. Im 3D-Modus schließlich sei ist er der einzige Computertomographie-(CT-)Detektor auf einem Labor-Diffraktometer mit der kleinsten Pixelgröße und dem höchsten Dynamikbereich. Dies ermögliche die zerstörungsfreie Prüfung der internen Struktur von Festkörpern sowie die quantitative, sehr genaue Messung von Eigenschaften wie Porosität.
So darf man gespannt abwarten, welche Anwender künftig durch eine farbige Brille ihre 3D-Produkte begutachten: „Wir könnten uns gut eine Anwendung auch im Health-Care-Bereich vorstellen. Erste Schritte dahin gibt es bereits.“, blickt Schönbeck in die Zukunft.
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