Polymerkapseln, die sich selbst entsorgen (Wissenschaftsbild des Tages)
Polymerkapseln können funktionelle Substanzen wie Medikamente und Duftstoffe speichern. Herkömmliche Kapseln verwenden jedoch klassische Polymere, die zum Mikroplastik-Problem in den Meeren beitragen, wenn sie in die Umwelt gelangen.
Eine Forschungsgruppe um Yukiya Kitayama von der Osaka Metropolitan University hat eine neue Technologie zur Herstellung von Polymerkapseln entwickelt. Ihr Verfahren erzeugt Kapseln aus photoreaktiven Monomeren, die durch Kondensation natürlicher Moleküle entstehen. Dazu gehören Zimtsäure aus bestimmten Pflanzen und Glycerin aus Lipiden.
Die Polymerkapseln haben eine Haltbarkeit von etwa einem Jahr und lassen sich leicht abbauen. Sie durchlaufen einen Photoabbau bei kurzwelligem Licht und können durch Hydrolyse der enthaltenen Esterbindungen zersetzt werden.
Das Bild zeigt eine der abbaubaren Polymerkapseln.
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Wissenschaftsbild des Tages vom 22.1.2026 (Bild: Osaka Metropolitan University)

