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Im pharmazeutischen Bereich wird der Rotationsverdampfer vorwiegend in der Wirkstoffanalytik angewendet, um Wirkstoffe von einem Lösungsmittel zu trennen. Auch hier hat man es in der Regel mit sehr empfindlichen (und teuren) Proben zu tun, mit denen deshalb nicht nur schonend, sondern auch sehr sparsam umzugehen ist. Eine präzise Temperaturführung und eine zuverlässige Verhinderung von Siedeverzügen während des Destillationsprozesses sind deshalb unerlässlich.
Laufende Temperaturüberwachung
Um eine Überhitzung des Gemischs zu vermeiden, behält der RV10 control alle relevanten Parameter während einer Destillation „im Auge“. Über eine Infrarotschnittstelle werden laufend Daten zwischen Heizbad und Antriebseinheit übertragen, sodass das Heizbad bei einem auftretenden Fehler oder einer Grenzwert-überschreitung direkt durch die Antriebseinheit abgestellt werden kann. Darüber hinaus besitzt der RV10 control eine automatische Sicherheitsabschaltung mit motorischem Lift, der den Verdampferkolben bei Stromausfall (über die integrierte Gasdruckfeder) aus dem Heizbad fährt.
Beim Heizbad selbst kann der Anwender zwischen drei Sicherheitseinstellungen wählen. In der Betriebsart A lässt sich die Temperatur beim Einschaltvorgang auf eine Sicherheitstemperatur („SafeTemp“) begrenzen. Im Modus B wird die Sicherheitstemperatur der Betriebsart A automatisch übernommen, die Solltemperatur lässt sich nun im eingestellten Bereich auswählen. Die vom Benutzer vorgegebenen Werte werden beim erneuten Einschalten der Apparatur übernommen. Im Modus C schließlich ist die Auswahl gesperrt, da sich das System in einem abgesicherten Arbeitszustand befindet. Unerwünschte oder unbeabsichtigte Eingriffe in einen laufenden Destillationsprozess können so verhindert werden.
Automatische Destillation
Die Funktionen zur automatischen Destillation, die der RV 10 control bereitstellt, beruhen auf einer Differenztemperaturmessung zwischen dem Kühlwasserein- und -ausgang sowie einer Kühlwasserdurchflussmessung. Auf der Basis dieser Daten ermittelt das Gerät die aktuelle Kühlerauslastung. Durch Vorgabe eines Maximalwertes lässt sich eine Überlastung verhindern, ohne dass zusätzliche Sonden in den Glassatz eingebaut werden müssen.
Über die integrierte, erweiterbare Lösungsmittelbibliothek wird der Ablauf der Destillation vollautomatisch gesteuert. Hier stehen dem Anwender zwei Verfahren zur Auswahl. Zum einen eine volumengesteuerte Destillation, die immer dann von Vorteil ist, wenn die Probe nach einem Extraktionsvorgang nicht bis zur Trocknung eingedampft werden soll. Die automatische Destillation kann in diesem Fall entweder volumen- oder gewichtsabhängig erfolgen. Als zweites Verfahren steht eine hundertprozentige Destillation zur Verfügung, die wiederum speziell für Trocknungsvorgänge geeignet ist.
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