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Laborchemikalien in guten Händen

Rücknahmesystem erleichtert Entsorgung von Laborchemikalien

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Alles in einer Hand – Rücknahmesystem für Laborchemikalien

Dieser komplexen Thematik einer ordnungsgemäßen Entsorgung von Laborchemikalien haben sich nun die Unternehmen Omnilab-Laborzentrum und Becker + Brügesch angenommen. Ziel war es, den Kunden von Omnilab einen sicheren, komfortablen und kostengünstigen Service für die Entsorgung der Laborchemikalien zu bieten. Hierzu hat der Bremer Laborgroßhändler auf Antrag beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen einen bundesweit gültigen Freistellungsbescheid gemäß KrWG erwirkt, wodurch er mit nennenswerten Vereinfachungen im Entsorgungsvorgang zur freiwilligen Rücknahme gefährlicher Abfälle zur Verwertung berechtigt ist. Dieser Freistellungsbescheid gilt nur für Chemikalien, die von Omnilab vertrieben wurden. Über diese Freistellung gelten für Omnilab-Kunden deutlich geminderte abfallrechtliche Bedingungen. So entfallen etwa Einzel- oder Sammelentsorgungsnachweise.

Um die vereinfachte Entsorgung durch das neue Rücknahmesystem nutzen zu können, meldet der Kunde seinen Bedarf bei Omnilab an. Hier wird zunächst geprüft, ob die zur Entsorgung gemeldeten Substanzen aus einer Lieferung des Laborgroßhändlers stammen. Danach wird ein Paketdienst oder eine Spedition mit der Abholung der Chemikalien beauftragt. Der Kunde wird über den Zeitpunkt der Abholung informiert und erhält alle notwendigen Versandpapiere und -etiketten. Das Labor verpackt die Chemikalien in der Originalverpackung und bringt die mitgelieferten Aufkleber sowie gegebenenfalls ein Gefahrgutlabel gemäß Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn, Binnenschiff (GGVSEB) an. Bei Bedarf stellt Omnilab neues, geeignetes Verpackungsmaterial zur Verfügung. Mit der Übergabe der Chemikalien an den beauftragten Transporteur ist der Vorgang für den Kunden abgeschlossen. Als Beleg der ordnungsgemäßen Entsorgung der Chemikalien gegenüber den Aufsichtsbehörden führt der Kunde zum Nachweis ein aus den Lieferscheinen bestehendes Register.

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Die übergebenen Chemikalien gelangen in das Zwischenlager eines spezialisierten Entsorgungsunternehmens. Dort werden die abrechnungsrelevanten Mengen festgestellt und die weitere, umweltgerechte Entsorgung in einer dafür geeigneten, speziellen Verbrennungsanlage organisiert. Zur transparenten Darstellung der im Rahmen des Rücknahmesystems entsorgten Abfälle erhält die zentrale Geschäftsstelle der Länderarbeitsgruppe Gemeinsame Abfall-DV-Systeme (LAG GADSYS) regelmäßig einen umfassenden Bericht von Becker + Brügesch. Von hier aus werden die einzelnen Bundesländer über die in ihrem Bereich angefallenen Abfallmengen informiert. Diese Informationspflicht besteht, da eigentlich jeder Transport von den jeweiligen Landesbehörden registriert werden müsste. Mit dem Freistellungsbescheid entfallen im Vorfeld der Transporte diese Dokumentationen bundesweit.

Geringer Abwicklungs-Aufwand bei der Chemikalien-Entsorgung

Das Omnilab-Rücknahmesystem für gebrauchte Laborchemikalien ermöglicht Kunden, mit geringem Aufwand in der Abwicklung eine sichere, kostengünstige und gleichzeitig ordnungsgemäße sowie umweltgerechte Entsorgung der Chemikalien zu erzielen. Omnilab kommt mit dieser Dienstleistung seiner Verantwortung für die vom Unternehmen vertriebenen Produkte auch nach deren originärer Nutzung zum Schutz der Umwelt nach.

Literatur:

[1] Statistisches Bundesamt (2014): Umwelt, Abfallentsorgung 2012, Fachserie 19, Reihe 1, erschienen am 29.07.2014

* T. Leschke:Becker + Brügesch Entsorgungs GmbH, 28197 Bremen

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