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MARKTÜBERSICHT MAGNETRÜHRER

Rühren was das Zeug hält

08.04.2004 | Autor / Redakteur: ROSEMARIE ASANG-SOERGEL / Marc Platthaus

Magnetrührer gehören längst zur Standardausrüstung in jedem Labor. Die Unterschiede der verfügbaren Modelle werden im nachfolgenden Beitrag aufgezeigt.

Magnetrührer gehören längst zur Standardausrüstung in jedem Labor. Die im Markt angebotenen Modelle unterscheiden sich im wesentlichen durch Größe, d.h. maximale Rührmenge, und einige spezifische Eigenschaften, die im nachfolgenden Beitrag und einer Marktübersicht zusammengestellt sind.

Das Umrühren mit einem Glasstab ist die einfachste Möglichkeit, feste Substanzen in einem Lösungsmittel aufzulösen oder zwei unterschiedliche Komponenten miteinander zu vermischen. Wesentlich eleganter und auch deutlich beliebter ist heutzutage aber das Mischen, Homogenisieren, Suspendieren oder Dispergieren mit einem Magnetrührer. Herkömmliche Magnet-rührer bestehen aus einem Elektromotor, der einen Dauermagneten dreht und einer (beheizbaren) Stellplatte und gehören längst zur Standardausrüstung in jedem Labor. Eine Weiterentwicklung im Antrieb war die Magnetspulentechnik, wie sie von Firmen wie H+P Labortechnik oder auch IKA verwendt wird. Damit ausgerüstete Magnetrührer bieten den Vorteil, keine verschleißanfälligen beweglichen Teile zu haben.Gibt es aktuell weitere Entwicklungen?LaborPraxis hat sich umgehört und so manches Feintuning entdeckt.

Was zählt ist der AntriebDie Rührmengen reichen bekanntlich von wenigen Millilitern, z.B. für die Integration in Analysengeräte, Küvettenhalter oder Photometer, bis zu mehreren Hundert Litern zum Einsatz im großen Maßstab, bei dickwandigen Glasböden oder hochviskosen Medien. Im ml-Bereich hat IKA einen extrem flachen Kleinmagnetrührer für Rührmengen bis 800 ml entwickelt. Der ‘lab disc’ kann die Drehrichtung alle 30 Sekunden automatisch wechseln und damit eine bessere Durchmischung des Mediums erzielen und ist laut Firmenangaben als Einziger seiner Klasse Ex-Schutz Zone 2 geprüft (Abb. 1).

Der Drehzahlbereich der Antriebsmotoren variiert dabei von 100 bis 2000 r.p.m. und kann meist stufenlos eingestellt werden. Zwei Neuentwicklungen im Antriebsbereich bietet auch H+P Labortechnik, den Magnetrührer PowerDirect ohne Heizung (Abb. 2) und sein Pendant mit Heizung, den Powertherm. „Die besondere Stärke liegt in den unschlagbar kräftigen Antrieben“, schwärmt Michael Fischer, Division Manager bei H+P Labortechnik. Dabei erhöht eine Schnellstop-Funktion die Betriebssicherheit und dient gleichzeitig als Schutz gegen Glasbruch. Der in der Regel vorhandene Sanftanlauf bewirkt eine sichere Beschleunigung des Rührfisches.

Stellplatten für jeden ZweckEin weiterer wichtiger Aspekt ist das Material sowie die Farbe der Stellplatte. An Materialien finden mittlerweile Silumin, das sehr gute Wärmeübertragungseigenschaften besitzt, Chromstahl und Glaskeramik für Korrosionsbeständigkeit breite Verwendung. Hier ist die Firma Heidolph nach eigenen Angaben sehr gut sortiert. Sie bietet beispielsweise den MR3004 safety in drei verschiedenen Modellvarianten, wahlweise mit Silumin, Chromstahl oder Glaskeramik als Stellfläche (Abb 3). Eine weiß beschichtete Stellplatte eignet sich besonders gut für Titrationen, da hier der Farbumschlag des Indikators sehr deutlich wird.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Magnetrührern ist die Bedienbarkeit. Unterschieden werden direktbedienbare oder fernbediente Magnetrührer, die über eine RS232 Schnittstelle mit einem PC für eine bequeme Handhabung und unbeaufsichtigten Betrieb verbunden sind. Die Hersteller von Magnet-rührern bieten meist einstellige Geräte an. Mehrstellige Magnetrührer, wie sie für chemische, biotechnische und medizinische Untersuchungen verwendet werden, haben unter anderem H+P Labortechnik und IKA im Programm.

Der Magnetrührer SLR von Schott Instruments zeichnet sich durch eine große, übersichtliche LCD-Anzeige aus (Abb. 4) wohingegen LTF-Labortechnik einen Magnetrührer anbietet, der in jeden Brutschrank integriert werden kann und zudem preiswert ist (Abb. 5). Bei allen Features spielt am Ende schließlich auch der Preis eine wichtige Rolle. So werben die Firmen CAT oder Lab4you ebenfalls explizit mit preisgünstigen Magnetrührern im Markt.

FazitDas Angebot an deutschen Herstellern von Magnetrührern ist überschaubar. Die wesentlichen Unterschiede bei den Magnetrührern der einzelnen Firmen liegen zum einen im Antrieb, der Größe (einstellige oder mehrstellige MRs) und im Preis. Auf den Tabellen finden Sie eine aktuelle Marktübersicht der Hersteller von Magnetrührern. Die Firmen hatten die Möglichkeit maximal 2 Geräte pro Produktgruppe (Magnetrührer ohne Heizung und mit Heizung) zu nennen.

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