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Vakkum-Trocknung Sicheres Trocknen lösemittelhaltiger Substanzen im Vakuum

Redakteur: Dr. Ilka Ottleben

Lösemittelhaltige Substanzen bilden beim Trocknen unter Umständen explosive Gemische und stellen damit ein Risiko dar. Deshalb bietet Binder für seine Trockenschränke umfangreiche Sicherheitskonzepte an.

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Binder hat für das Trocknen lösemittelhaltiger Substanzen im Vakuum in Kooperation mit der für Sicherheit zuständigen Behörde BG Chemie und Fachvertretern der physikalisch–technischen Bundesanstalt frühzeitig neue Gerätekonzepte entwickelt. Die ATEX-konformen Geräte sind so konstruiert, dass sich im Nutzraum keine potenziell gefährlichen Zündquellen befinden.

Ferner wird verhindert, dass lösemittelhaltige Dämpfe in Gerätebereiche vordringen, welche elektronische Steuerungsfunktionen bzw. die Heizelemente enthalten. Zum einen sind diese Geräteteile hermetisch abgetrennt. Zum anderen ist die elektronisch überwachte Durchflutung der Steuerelektronik mit Inertgas ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Bei Geräten der Serie VDL beispielsweise gibt ein im Innenraum integrierter Drucksensor erst dann die Heizleistung für den Trocknungsprozess frei, wenn ein Vakuum von weniger als 125 mbar erreicht ist.

Kommt es dennoch durch falsche Anwendung zu einer Explosion, müssen ausgereifte passive Schutzmechanismen bereit stehen. Beim VDL zum Beispiel verhindert eine Polycarbonatscheibe bei Glasbruch die explosions- aber auch implosionsbedingte Ausbreitung von Splittern. Den entflammten Lösemittelgemischen stellt die doppelte Türdichtung eine weitere schwer zu überwindende Barriere entgegen. Die innere Dichtung ist eine spezielle Flammschutzdichtung welche mitunter verhindert, dass Flammen nach außen gelangen können.

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