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Smartmembranes Start-up-Unternehmen produziert die feinsten Filter der Welt

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Fraunhofer-Wissenschaftlerinnen haben Membrane mit Poren im Nanometerbereich entwickelt. Basierend auf einer Entwicklung gründeten Sie nun die Smartmembranes GmbH, Halle, wo die Membranen serienmäßig hergestellt werden sollen. Die Trenntechnik der Membranen – so heißt es – ist herkömmlichen Filtern deutlich überlegen.

Die beiden Gründerinnen des Start-up-Unternehmens sehen darin ein großes Umsatzpotenzial: „Unsere Smartmembranes sind von der Struktur her wie Bienenwaben aufgebaut; wir können im Nanobereich filtern. Damit kann man beispielsweise Viren, aber auch noch viel kleinere Teilchen erfassen“, beschreiben die Petra Göring und Monika Lelonek ihr Projekt.

Filter mit einstellbarer Porengröße im Nanometerbereich

Die Grundidee war eine Membran mit Poren, durch die gerade einmal ein Teilchen von wenigen Nanometern Größe passt. Wenn man es mit Präzision schafft, die Porengröße im Nanometerbereich variabel und genau einstellbar zu machen, dann hat man ein sehr nützliches Produkt mit Alleinstellungsmerkmalen anzubieten. Diese hochgeordneten nanostrukturierten porösen Membranen können zur Filterung von Wasser, Luft oder anderen Stoffen eingesetzt werden, die Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Forschung sind nahezu unbegrenzt.

Entstanden war die Idee der Entwicklung von Smartmembranes bei einem Gründerwettbewerb für Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen der Nanotechnologie. Die Nano-Entrepreneurship-Academy (NEnA) gibt Frauen aus der Nanoforschung das Rüstzeug für eine unternehmerische Karriere. Das Gründerteam der Smartmembranes belegte 2007 mit ihrer Idee bei „Nena“ den ersten Platz. Über Nena entstand der Kontakt zu Fraunhofer Venture.

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