Das Zebrafischmodell als Screening-Tool für Neurotoxizität Toxikologische Auswirkungen von PFAS im Fokus
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Am 3. Februar 2025 titelte die Tagesschau: „Hoch belasteter Meeresschaum an Nord- und Ostsee“. An der deutschen Küste wurden Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) in Konzentrationen bis nahezu 4.000-fach oberhalb des dänischen Grenzwerts für Badegewässer gemessen [1]. Doch welche Auswirkungen haben PFAS, auch oft Ewigkeitschemikalien genannt, auf unsere Gesundheit und wie werden diese erforscht?
PFAS sind aufgrund ihrer wasser- und fettabweisenden sowie tensidähnlichen Eigenschaften in der Industrie und in Produkten des täglichen Lebens, wie etwa beschichteten Pfannen oder wasserdichter Beschichtung von Kleidung, weit verbreitet. Aufgrund ihrer Stabilität reichern sich bestimmte PFAS in der Umwelt und auch im menschlichen Körper an. Diese PFAS sind weltweit in Blutproben nachweisbar, auch bei Schwangeren und Kindern. Dies ist besonders besorgniserregend, da PFAS nicht nur im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, sondern in Tierversuchen auch Entwicklungsstörungen nach Exposition im frühen Lebensalter auftraten.
Aufgrund der hohen Bandbreite an unterschiedlichen chemischen Strukturen in der Gruppe der PFAS ist das Wissen über die toxischen Auswirkungen jedoch begrenzt und der Forschungsbedarf ist groß. Dabei liegt ein Fokus auf der Entwicklung neuer Testmethoden für die Toxizitätsbewertung. Die derzeitige Bewertung der Entwicklungsneurotoxizität erfolgt (nach OECD-Standard) anhand von Studien an Nagetieren. Problem: Pro Chemikalie nehmen diese mehr als ein Jahr Zeit sowie Kosten von mehr als einer Million Dollar in Anspruch und werfen zudem ethische Bedenken auf. In der Praxis finden diese Studien daher kaum Anwendung.
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