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Turbo-Molekularpumpen

Turbo-Molekularpumpen-Familie für die Analysentechnik

| Autor / Redakteur: Peter Lambertz* / Doris Popp

(Bild: Leybold Vacuum)

Moderne Analysensysteme benötigen hochentwickelte Komponenten. Gerade bei Massenspektrometern müssen diese Bauteile optimal aufeinander abgestimmt sein. Mithilfe neuer Turbo-Molekularpumpen kann der Durchsatz in der Analyse deutlich gesteigert werden.

Immer kürzere Analysenzyklen bei erhöhter Sensitivität, ein unterbrechungsfreier Lauf der Geräte sowie minimale Schwingungen und Geräusche – diese Ansprüche werden heute von den Anwendern an das Equipment in der Massenspektrometrie gestellt. Diesen Leistungsanforderungen stellt sich Oerlikon Leybold Vacuum permanent und hat mit der Turbo-Molekularpumpen-Familie Turbovac i ein maßgeschneidertes Vakuumsystem für den Analysenmarkt herausgebracht.

„Bei der Entwicklung haben wir nach dem unterschiedlichen Bedarf der Anwender differenziert“, erläutert der Produktmanager Peter Lambertz. Die Varianten Turbovac 350 i und 450 i sind durch eine zusätzliche Kompressionsstufe insbesondere für Ultrahochvakuumanwendungen und die Integration in kompakte Pumpsystemlösungen geeignet. Wichtig für die Analysentechnik: In Relation zu marktüblichen Produkten ist das Saugvermögen für leichte Gase bei dieser Turbovac-Variante um bis zu 60% höher. In punkto Kompression, führt Lambertz aus, hat sich der Wert im Vergleich zur vorherigen Pumpengenerationen sogar um den Faktor 100 verbessert.

Turbo-Molekularpumpen erhöhen Anlagenverfügbarkeit

Während die 350 i und 450 i für Prozesse mit kleinen Vorpumpen gedacht sind, wurde das T-Modell Turbovac T 350 i und T 450 i mit einem klassischen Rotordesign für hohe Gaslasten entwickelt. Das Ergebnis sind schnellere Hochlaufzeiten und eine höhere Unempfindlichkeit gegenüber anfallenden Partikeln. Um die Lager vor kritischen Gasen oder Partikeln zu schützen, ist die gesamte Pumpenfamilie mit einem Sperrgasanschluss ausgestattet worden. „Dadurch werden die Laufzeiten der Pumpe und die Anlagenverfügbarkeit erhöht“, erläutert Dr. Magnus Janicki, der bei Oerlikon Leybold Vacuum für die Entwicklung von Hochvakuumpumpen verantwortlich ist. Das Kölner Hightech-Unternehmen hat mit der Turbovac-i-Modellpalette einen großen Entwicklungsschritt gemacht, bei dem sich das vollkommen neue Design und die Produkteigenschaften strikt an der geforderten Funktionalität orientieren: Ausgestattet mit einem flexiblen Rotor- und Holweckstufendesign erreicht das Hochleistungsprodukt nun ein neue Stufe in der Vakuumleistung. Für Anwender praktisch: Durch die Rotorgestaltung lässt sich die Pumpenarchitektur im Inneren schnell und einfach auf die verschiedenen Applikationen und ihre jeweiligen Systemvoraussetzungen abstimmen. Dies wird insbesondere in Anwendungen wie der Massenspektrometrie genutzt, bei denen mehrere Kammern abgepumpt werden. Hier ist die Multi-Inlet-Pumpen-Variante mit mehreren Ansaugöffnungen die richtige Wahl. Das Pumpendesign wird bei diesen Pumpen flexibel auf die jeweiligen Applikationsanforderungen angepasst.

Mithilfe des intelligenten Simulationstools Pascal können die Kölner Ingenieure im Gespräch mit dem Kunden ein strömungstechnisch optimiertes Pumpsystem entwickeln, das mit höchstmöglicher Effizienz die Anforderungen der Applikation erfüllt. Hierbei kommen sowohl empirische Daten bereits gebauter Pumpen zum Zuge als auch die Simulation der dreidimensionalen Molekularströmung durch die Pumpe und die damit verbundenen Bauteile bis hin zum kompletten Vakuumsystem.

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