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Vorschau: Praxistag HPLC 2020 UHPLC – Hoher Druck ist nicht alles

| Redakteur: Christian Lüttmann

In der Analytik treibt der Wunsch nach kürzeren Analysezeiten die Innovation voran. So sind heute mit UHPLC-Anlagen bis zu zehnmal kürzere Retentionszeiten bei gleicher Auflösung möglich – dank kleinerer Partikel im Packungsmaterial und höherem Säulendruck. Doch hoher Druck allein macht noch keine gute Analytik. Was wirklich zählt in der modernen Flüssigkeitschromatographie, erklärt Dr. Birger Holz von Knauer am 11. November 2020 beim Praxistag HPLC in Berlin.

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Hoher Druck hat die UHPLC zu einer besonders schnellen Variante der klassischen Flüssigchomatographie gemacht (Symbolbild).
Hoher Druck hat die UHPLC zu einer besonders schnellen Variante der klassischen Flüssigchomatographie gemacht (Symbolbild).
(Bild: gemeinfrei, fernandozhiminaicela / Pixabay )

Berlin – Der Trend zur Miniaturisierung ist aus vielen technischen Bereichen bekannt. In der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie etwa hat die Entwicklung immer kleinerer partikulärer Packungsmaterialien zu einer neuen Form der HPLC geführt, die als UHPLC bekannt ist (Ultra High Performance Liquid Chromatography).

Während die klassische HPLC Partikelgrößen von drei bis fünf Mikrometer verwendet, sind UHPLC-Säulen mit Partikeln von oft nur noch 1,5 µm Größe gepackt. In solchen Systemen lassen sich Injektionsvolumen sowie Retentionszeit der Analyten um etwa den Faktor 10 verringern – und zwar ohne Einbußen bei der Auflösung. Hierfür wird allerdings auch ein rund zehnmal höherer Säulendruck im Bereich von 1000 bis zu 1500 bar angelegt. Das stellt hohe Anforderungen an die Apparatur und führt weiterhin zu erhöhter Reibungswärme.

Wettbewerb mit Hochdruck

Obwohl der erhöhte Druck auch mit solchen unerwünschten „Nebenwirkungen“ daherkommt, sorgte die reduzierte Analysenzeit dafür, dass nach Einführung der UHPLC in 2004 ein inoffizieller Wettbewerb unter den HPLC-Herstellern begann: Wer bringt das System mit dem höchsten Systemgegendruck auf den Markt?

Dass es nicht allein auf den höchsten Druck ankommt, erklärt Dr. Birger Holz von Knauer am 11. November 2020 beim Praxistag HPLC in Berlin. In seinem Vortrag „UHPLC: Weg vom Druck und hin zur Leistung“ verdeutlicht er, worauf es in der modernen Flüssigkeitschromatographie wirklich ankommt, um Geschwindigkeit, Auflösung und Probendurchsatz zu optimieren und gleichzeitig die Anschaffungskosten für UHPLC-Systeme auf HPLC-Niveau zu belassen.

Wenn Sie sich für dieses und andere HPLC-Themen interessieren, besuchen Sie den Praxistag HPLC am 11. November 2020 in Berlin. Dort erfahren Sie u.a. auch, welches Potenzial die SFC als grüne Alternative zur HPLC hat und wie Sie sich richtig zwischen Silica- oder polymerbasierten Säulen entscheiden. Weitere Programmpunkte sowie das Formular zur Anmeldung zum Praxistag finden Sie auf www.praxistag-hplc.de. Als LABORPRAXIS-Leser können Sie sich den Vorzugspreis von 119 € statt regulär 169 € sichern, indem Sie sich mit dem Zugangscode „HPLC-LESER-2020“ anmelden.

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