Die 2017 veröffentlichte ISO/IEC 17025 ist der weltweite Standard für die Akkreditierung von Laboratorien – unabhängig von ihrer Größe oder Mitarbeiterzahl. Bis November 2020 haben Labore Zeit, auf die neue Fassung umzustellen. Um Probleme zu vermeiden, empfiehlt die DakkS jedoch, die Aktualisierung bereits bis zum Mai 2020 durchzuführen.
Die erste Fassung der ISO 17025 erschien im Jahr 1999. Auch wenn zu dieser Zeit elektronische Datenerfassung und -verarbeitung etabliert war, steckte die Vernetzung noch in den Kinderschuhen. Daher verwundert es nicht, dass für diesen Bereich keine Regulierung getroffen wurde. Diese Lücke führte teils zu sehr umständlichen Arbeitsabläufen im Labor, um einerseits der Norm zu genügen, andererseits aber auch von den Vorteilen moderner Technologie zu profitieren. Niemand möchte heute noch stapelweise Papier verwalten und archivieren.
Im November 2017 wurde die aktuelle Fassung der ISO/IEC 17025 „General requirements for the competence of testing and calibration laboratories” veröffentlicht. Digitale Abläufe sind inzwischen so allgegenwärtig, dass im Rahmen der Überarbeitung 2017 auch der Umgang mit elektronischen Rohdaten in die ISO 17025 aufgenommen wurde. Die Vorzüge dieser Technik lassen sich daher direkt und ohne Umwege nutzen.
Diese Entwicklung wurde in der Pharmaindustrie u.a. durch die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA in Form des 21 CFR Part 11 in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich vorangetrieben. Mittlerweile sorgen diese Anforderungen flächendeckend für digitales Datenhandling und sind gelebter Alltag in vielen Laboren.
In der ISO 17025 sind jene Ergänzungen im Kapitel 7 „Anforderungen an Prozesse“ zu finden. Es definiert und beschreibt die Prozesse, die von der Probennahme bis zur Erstellung von Berichten für den Kunden reichen. Ein schematischer Ablauf ist in Abbildung 2 dargestellt, dabei sind in grau jeweils die entsprechenden Kapitel der DIN EN ISO/IEC 17025:2018 für diesen Prozessschritt angegeben, die den Prozessschritt beschreiben.
LP-Info zur Zeitschiene
November 2017 Veröffentlichung ISO/IEC 17025:2017
März 2018 Veröffentlichung DIN EN ISO/IEC17025:2018
Akkreditierung bis zum 30. November 2020
Alle Akkreditierungen nach der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 verlieren ab dem 1. Dezember 2020 ihre Gültigkeit.
Standards für korrekte und nachvollziehbare Ergebnisse
Abb. 2: Schematische Darstellung der operativen Prozesse im analytischen Labor
(Bild: Shimadzu Deutschland)
Wenn Daten rein elektronisch bearbeitet werden, sind gewisse Standards einzuhalten, damit eine nachvollziehbare und korrekte Ergebnisabgabe gewährleistet ist. Das ALCOA-Prinzip liefert dafür den Maßstab: Daten müssen jederzeit akkurat, lesbar & permanent, zeitgleich, original und der jeweiligen Person zurechenbar sein. All das lässt sich mit Datenbank-basierten Analysedatensystemen erreichen. Sie sind als Einzelplatz-Lösungen oder als Client-Server-Systeme verfügbar. Durch die Kombination mehrerer Geräte in einer gemeinsamen Softwareplattform wird beispielsweise die Benutzerverwaltung und die Datensicherung vereinfacht.
Eine Software, eine Oberfläche
Shimadzu bietet mit der Labsolutions CS eine Softwareplattform, die Datenintegrität für eine Vielzahl unterschiedlicher Analysenmethoden wahrt. So können diverse Geräte angeschlossen werden – angefangen bei Chromatographie-Systemen (HPLC, GC, LC-MS und GC-MS) über Spektrophotometer (UV, FT-IR, RF) bis hin zu anderen Laborsystemen wie TOC-Analysatoren. Die Laborgeräte sind mit einer Software und einer Oberfläche bedienbar, die vermeidet, dass viele verschiedene Programme benötigt werden, die einzeln administriert werden müssten.
Abb. 3: Schematische Struktur der Labsolutions CS Software
(Bild: Shimadzu Deutschland)
Mit der Labsolutions CS lässt sich nachvollziehbar und einheitlich regeln, welche Personengruppen Zugang zu Daten und Methoden erhalten, beispielsweise wer Schreib rechte bekommt und Ähnliches. Durch die zentrale Struktur ist für das komplette analytische Netzwerk von Shimadzu nur ein einziger Satz Zugangsdaten nötig.
Anwenderbefragung LIMS
Labor-Informations- und Management-Systeme
Wir möchten von Ihnen wissen, wie zufrieden Sie mit Ihrem Labor-Informations- und Management-System sind. Wir möchten von Ihnen erfahren, welche Kriterien Ihnen bei der Auswahl eines LIMS wichtig sind, welches System Sie aktuell im Labor nutzen und Ihre Meinung zu verschiedenen LIMS-Herstellern einholen. Unter allen Teilnehmer verlosen wir zehn 50€-Gutscheine für getDigital.de, der Online-Shop für wissenschaftliche Spiele, Gadgets, T-Shirts und mehr für echte Chemie- und Wissenschafts-Fans.
Erzeugte Daten werden nicht mehr auf dem Computer neben dem Analysensystem abgelegt, sondern auf einem Server. Die Nutzer können jederzeit darauf zugreifen und Anpassungen vornehmen, wie eine Nachintegration von Chromatogrammen. Die Änderungen werden dann mit Versionsnummern hinterlegt, und die Nachbearbeitung der Daten wird nachvollziehbar. Damit ist ein Kernpunkt des ALCOA-Prinzips und der ISO 17025 erfüllt, nämlich der Schutz vor unberechtigter und nicht nachvollziehbarer Manipulation der Daten. Die Auswertung der Ergebnisse kann von einem Client-PC aus erledigt werden. Auf diesem Weg stehen ohne Systemwechsel die Daten aller angeschlossenen Geräte zur Verfügung.
Die Freigabe von Messungen kann mit einer elektronischen Signatur direkt aus der Software heraus durchgeführt werden. Die Messungen in einer Datenbank abzulegen, bringt neben der erhöhten Sicherheit auch weiteren Komfort mit sich: Die Anwender finden über die Metadaten ihre Messungen anhand verschiedener Kriterien schnell wieder. Dies umfasst den vollständigen Datensatz, sodass auch nach Jahren Messungen sehr leicht gefunden werden.
Verschiedene Komfortfunktionen
Weiterführende Softwarefunktionen können Metadaten aber auch direkt weiterverarbeiten. Ein typisches Werkzeug in Datenbank- basierter Analysensoftware ist eine Tabellenkalkulation, die direkt auf die Ergebnisse zugreift. Somit wird dem Anwender die Übertragung der ermittelten Werte in Excel-Arbeitsmappen erspart und die Gefahr von Tippfehlern ausgeschlossen. Auf diesem Weg lassen sich auch die Ergebnisse verschiedener Messungen von einer Probe in einem gemeinsamen Bericht kombinieren oder die Ergebnisse automatisiert bewerten.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Ein weiterer Stolperstein im Labor kann durch den Einsatz einer umfassenden Softwareplattform für verschiedenste Geräte umgangen werden, nämlich die Übertragung der Messergebnisse in Labor-Informations- und Management-Systeme (LIMS). Durch die einheitliche Datenhaltung können die Messergebnisse über einen Weg automatisiert ins LIMS übertragen werden. Dies erspart die Konfiguration mehrerer unterschiedlicher Schnittstellen.
Mit der Umstellung auf die ISO 17025:2017 bietet sich die Chance, Laborabläufe zu überprüfen und dabei zu digitalisieren. So können die Vorteile der aktuellen Technik voll ausgenutzt werden, und den Anwendern bleibt mehr Zeit für das Wesentliche ihrer Tätigkeit.
* C. Sowa, Dr. S. G. Koller: Shimadzu Deutschland, 47269 Duisburg