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Sonderförderung Uni Gießen erhält Sonderförderung für Chemie-Experimente

| Redakteur: Doris Popp

Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) bewilligte dem Fachgebiet Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) eine Sonderförderung für die experimentelle Ausbildung von angehenden Chemikern in Höhe von 100 000 Euro.

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Prof. Joybrato Mukherjee (Präsident JLU), Gregor Disson (VCI, Landesverband Hessen), Dr. Gerd-Ludwig Schlechtriemen (FCI), Prof. Richard Göttlich (Institut für Organische Chemie), Prof. Holger Zorn (Dekan des Fachbereichs 08 - Biologie und Chemie), Prof. Siegfried Schindler (Institut für Anorganische und Analytische Chemie) (v.l.n.r. )
Prof. Joybrato Mukherjee (Präsident JLU), Gregor Disson (VCI, Landesverband Hessen), Dr. Gerd-Ludwig Schlechtriemen (FCI), Prof. Richard Göttlich (Institut für Organische Chemie), Prof. Holger Zorn (Dekan des Fachbereichs 08 - Biologie und Chemie), Prof. Siegfried Schindler (Institut für Anorganische und Analytische Chemie) (v.l.n.r. )
(Bild: Klaus Peppler)

Gießen – Den Antrag für die Förderung stellten die Professoren Richard Göttlich, Jürgen Janek und Siegfried Schindler. Zusammen mit einem Eigenanteil der Universität von 20 000 Euro für das Fachgebiet und rund 30 000 Euro von den chemischen Instituten stehen somit die erforderlichen Mittel zur Verfügung, um die experimentelle Ausstattung für ein Praktikumsprojekt zu Automatisierung und Messtechnik in der chemischen Reaktionsführung zu beschaffen. Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI), sagte anlässlich der Scheckübergabe: „Mit der Sonderförderung des Fonds der Chemischen Industrie, dem Förderwerk der Branche, wollen wir Hochschullehrer ermuntern, mit Tatkraft und Kreativität neue Wege im universitären Chemiestudium in Deutschland zu beschreiten. Deshalb unterstützen wir Hochschullehrer, die das Lehrangebot inhaltlich und konzeptionell auch im Hinblick auf die anspruchsvolle experimentelle Ausbildung im Chemiestudium weiterentwickeln und modernisieren.“

„Mit dem aus den Fonds-Geldern und unseren eigenen Mitteln realisierten Laborprojekt können wir ganz neue Wege in der praktischen Ausbildung der Chemie-Studierenden beschreiten“, betonte Prof. Richard Göttlich, Physikalisch-Chemisches Institut der JLU. „Fachübergreifend werden alle chemischen Institute am Fachbereich 08 der Justus-Liebig-Universität gemeinsam ein Praktikum anbieten können, das eine Brücke von der Hochdurchsatz-Analytik und Laborautomatisierung bis hin zu rechnergesteuerten katalytischen Reaktoren schlägt.“

Der Fonds der Chemischen Industrie hatte im Rahmen einer Sondermaßnahme rund 1,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Fördermittel gingen mit je bis zu 100 000 Euro an insgesamt 13 universitäre Chemie-Fachbereiche, deren Anträge die Gutachter überzeugt hatten. Insgesamt hatten sich 33 Universitäten beworben. Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Modernisierung der Geräteausstattung in den Praktika.

Das Fachgebiet Chemie der JLU hat in den letzten Jahren massive Anstrengungen unternommen, um seine Studiengänge zukunftsweisend auszurichten – wozu insbesondere eine intensive praktische Ausbildung gehört. Neben dem Studium der Chemie (BSc/MSc), das seit Liebigs Zeiten zu den Aushängeschildern der JLU gehört, bietet das Fachgebiet Chemie seit 2008 auch den Studiengang Lebensmittelchemie (BSc/MSc) und seit 2005 gemeinsam mit dem Fachgebiet Physik den Studiengang Materialwissenschaft an (BSc/MSc).

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