Siliciumchemie Wacker und TU München eröffnen Institut für Siliciumchemie
Wacker und die TU München haben ein neues Institut für Siliciumchemie am Wacker-Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie offiziell eröffnet. Der 500 Quadratmeter große Labortrakt soll optimale Arbeitsbedingungen für die interdisziplinäre Erforschung siliciumorganischer Verbindungen bieten.
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München – Ende 2006 hatten Wacker und die TU München vereinbart, in Garching bei München einen Stiftungslehrstuhl für Makromolekulare Chemie und das Siliciuminstitut zur Erforschung und Erschließung neuer Arbeits- und Anwendungsfelder auf dem Gebiet der siliciumorganischen Chemie einzurichten. Im Sommer 2007 wurden die Lehrstuhl-Insignien an den Ordinarius des Wacker-Lehrstuhls, Prof. Dr. Bernhard Rieger, offiziell übergeben.
Jetzt wurde das neue Institut offiziell eröffnet. „Viele deutsche Unternehmen erzielen ihre Umsätze überwiegend auf ausländischen Märkten. Wir wollen aber nicht, dass die Forschung den Absatzmärkten folgt. Mit dem neuen Institut hat die Siliciumforschung in Deutschland ein wichtiges und zukunftsträchtiges Standbein“, sagte der Präsident der TU München Prof. Dr. Wolfgang Herrmann anlässlich einer Feierstunde im Forschungszentrum Garching.
Dr. Rudolf Staudigl, Vorsitzender des Vorstands der Wacker Chemie AG, unterstrich den hohen Stellenwert des Instituts für die Forschungsarbeit des Chemiekonzerns: „Gerade die makromolekulare Siliciumchemie mit ihren vielen Facetten und noch ungeklärten Fragen ist ein vielversprechendes Forschungsgebiet zur Erschließung neuer Arbeitsgebiete und Anwendungsfelder. Silicium- und Siliconchemie stehen für etwa 80 Prozent unseres Umsatzes und sind für uns von enormer wirtschaftlicher Bedeutung.“
Institut für Siliciumchemie
Das im Juli 2007 gegründete Institut für Siliciumchemie der TU München wird von Prof. Dr. Bernhard Rieger geleitet. Wacker übernimmt für einen Zeitraum von mindestens sechs Jahren die Finanzierung des Instituts, der Wacker-Lehrstuhl wird anteilig gefördert. Insgesamt stellt der Chemiekonzern nach eigenen Angaben hierfür sechs Millionen Euro zur Verfügung. Die Stiftungsmittel werden für Forschungsprojekte und Stipendien sowie für forschungs- und projektbezogene Anschaffungen eingesetzt. Im Institut werden unter anderem Stipendien für etwa 50 Doktoranden finanziert. Gefördert werden vor allem interdisziplinäre Forschungsprojekte an den Grenzflächen zur Physik, zur Biotechnologie und zu den Materialwissenschaften.
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